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Gewerbegebiet Kaarster Kreuz: Groß und grün: Das sind die Pläne von Ikea

Gewerbegebiet Kaarster Kreuz : Groß und grün: Das sind die Pläne von Ikea

Die Dimensionen sind enorm und die bisherigen Planungen am machbaren Maximum orientiert – sowohl was das künftige Ikea-Gebäude im Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz", das Grundstück als auch die Grünplanung betrifft.

Die Dimensionen sind enorm und die bisherigen Planungen am machbaren Maximum orientiert — sowohl was das künftige Ikea-Gebäude im Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz", das Grundstück als auch die Grünplanung betrifft.

Der Parkplatz soll keine Betonwüste werden. Foto: Büro Drecker

Die Ikea-Planung wird konkret. 2015 will der schwedische Möbelkonzern innerhalb von Kaarst umziehen und eine neue — größere — Filiale im Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz" eröffnen. Zum Einstieg in die nächste große Planungsphase, die Erarbeitung des Bebauungsplans für das eigentliche Möbelhaus-Areal, haben Marktforscher, Städteplaner, Juristen und Biologen der Politik vor kurzem Bericht zum bisherigen Stand ihrer Arbeit erstattet. Für die Holzbüttgener nimmt das Vorhaben damit nach Jahren erstmals vorstellbare Formen an. Was jetzt schon deutlich wird: Die Dimensionen sind enorm und die bisherigen Planungen am machbaren Maximum orientiert — sowohl was das künftige Ikea-Gebäude, das Grundstück als auch die Grünplanung betrifft.

Aktuell sieht der Vorentwurf des Bebauungsplans Nummer 100 "Verlagerung Ikea" ein circa 44 000 Quadratmeter großes, als Sondergebietsfläche ausgewiesenes Baufenster vor. Blieben die Grenzen so bestehen, könnte Ikea sein Haus mit insgesamt 25 500 Quadratmetern genehmigter Verkaufsfläche innerhalb dieser 44 000 Quadratmeter beliebig platzieren. Die Politik hat bereits angeregt, über eine mögliche Verkleinerung des Baufensters nachzudenken.

Das Gebäude soll eine Länge von 208 Metern, eine Breite von 140 Metern und eine Höhe von 12,5 Metern haben. Allein auf etwa fünf Prozent der Gebäudegrundfläche wird eine Erhöhung um circa fünf Meter für technische Aufbauten wie Treppenhäuser oder Lüftungen zulässig sein. Hinzu kommen 1700 Parkplätze, von denen 1350 ebenerdig erstellt werden und die restlichen in einem Parkdeck untergebracht würden. Die überplante Grundstücksfläche mit Gebäude und Stellplätzen ist circa acht Hektar groß.

Ikea plant derzeit, das neue Haus in zwei Abschnitten zu errichten und die zur Verfügung stehende Verkaufsfläche zunächst auf circa 18 500 Quadratmeter zu begrenzen. Am bisherigen Standort an der Düsselstraße stehen dem Möbelhaus derzeit rund 9000 Quadratmeter zur Verfügung. CDU-Vizefraktionschef Lars Christoph spricht in diesem Zusammenhang von einem "wohl üblichen Vorgehen" Ikeas. Dass Ikea die übrigen 7000 Quadratmeter einem weiteren, fremden Möbelhändler überlassen könnte, hält er für unwahrscheinlich. "Damit würde sich Ikea die eigene Erweiterungsoption kaputtmachen."

Absolute Zustimmung findet in der Politik auf jeden Fall die vorgelegte und für besonders wichtig erachtete üppige Grünplanung. Geht es nach den Plänen des Büros Drecker, wird das Gelände rund um den künftigen Ikea-Standort ein Gebiet mit echtem Naherholungswert.

(NGZ/top)