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Gottesdiensthelfer in Kaarst: Auch der Schützenkönig macht mit

Gottesdienst-Helfer in Kaarst : Schützenkönig hilft in der Kirche mit

40 Personen sorgen dafür, dass die Gottesdienste im Stadtgebiet gefahrlos abgehalten werden können. Die Gemeinden sprechen von einem Willkommensdienst, der bei den Gläubigen gut ankommt.

Seit Mai werden wieder Präsenzgottesdienste unter strenger Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln gefeiert. Dafür braucht man viele Helfer: In der katholischen Pfarreiengemeinschaft Kaarst-Büttgen sorgen deshalb rund 40 Personen dafür, den Gläubigen einen gefahrlosen Gottesdienstbesuch zu ermöglichen.

Das ist die Hauptmotivation aller Ehrenamtler, die eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn eintreffen. Sie stellen an den Eingängen Tische mit Desinfektionsmitteln, Ersatzmasken und Kontaktzetteln bereit und begleiten die Besucher zu den markierten Plätzen. Außerdem überprüfen sie das korrekte Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Messe. Nach dem Gottesdienst räumen die Helfer auf und verpacken die Kontaktzettel zur vierwöchigen Aufbewahrung in Umschläge.

Katja Peschkes achtet in der Gemeinde Sieben Schmerzen Mariens auf Einhaltung aller Vorgaben. Als Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft und des Ortsausschusses wurde sie angesprochen, ob sie helfen kann. Schnell bildete sich eine interessierte Gruppe, deren Mitglieder abwechselnd ein Mal am Sonntag zum Einsatz kommen. Für Katja Peschkes ist ihr Einsatz selbstverständlich, denn „einer muss es machen“, meint sie. Schlechte Erfahrungen hat sie nicht machen müssen, müsse manchmal den  Sitz der Masken kontrollieren.

Auch Richard Derichs ist von Anfang an in Sankt Aldegundis in Büttgen dabei. Der von Karl Wolff ausgearbeitete Sitzplan funktioniere sehr gut und so stuft Derichs seine Erfahrungen als „nur positiv“ ein. Bis auf versehentliches Vergessen eines Mundschutzes gab es keine besonderen Vorkommnisse. Auch für den amtierenden Kaarster Schützenkönig Andreas Pfeiffer ist sein Engagement in der Sankt-Martinus-Kirche selbstverständlich, schließlich lautet das Motto der Bruderschaft „Glaube, Sitte, Heimat“. Nur selten gibt es schlechte Erfahrungen wie nicht aufgesetzte Masken, meistens läuft alles wie von selbst.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dagmar Andrae organisiert die Helferdienste für Sankt Martinus und macht auch selbst mit: „Es ist einfach ein solidarischer Akt“, sagt sie. Christoph Witthaut, Vorsitzender des Ortsausschusses in Vorst, hilft ebenfalls gerne mit und freut sich, dass die Ehrenamtler auch die Breite der Gemeinde spiegeln. Pfarrer Ulrich Eßer ist froh über den Einsatz: „Ich bin dankbar, dass wir mit den Willkommensdiensten unsere Gottesdienste feiern können. Auch die Kirchgänger sind dankbar, sie freuen sich über die angebotene Hilfe und besonders über den freundlichen Empfang am Eingang der Kirchen“, sagt er.