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Kaarst: Gitter sichert Kreisverkehr

Kaarst : Gitter sichert Kreisverkehr

Vier Unfallschwerpunkte sind im aktuellen Bericht der Kreis-Unfallkommission erwähnt. Es gibt Handlungsempfehlungen. Am Kreisverkehr am Kaarster Rathaus soll eine Barriere Radfahrer dazu zwingen, abzusteigen und den Fußgängerüberweg Maubisstraße zu Fuß zu überqueren.

Der Kreisverkehr an der Maubisstraße ist wohl die derzeit gefährlichste Ecke im Kaarster Straßenverkehr — ganz besonders für Radfahrer. Neun Unfälle hat es laut Polizei an dieser Stelle mitten im Zentrum der Stadt seit 2010 gegeben. Der bislang letzte ereignete sich im Juli dieses Jahres. Eine 12-Jährige wurde beim Überqueren des Zebrastreifens von einem Auto angefahren. Die Unfallhergänge, sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold, sind alle ähnlich: "Radfahrer, die den Fußgängerüberweg befahren, ohne abzusteigen, werden von Autos erfasst, die aus dem Kreisverkehr ausfahren."

Beschlüsse der Kommission

Am 21. Juni hat deshalb die Unfallkommission des Kreises getagt. Besprochen und vor Ort untersucht wird dort, wie sich Gefahrenstellen entschärfen lassen. Konkret in den Blick genommen wurden diesmal vier sogenannte Unfallhäufungsstellen, Die gefassten Beschlüsse müssen jetzt "zeitnah" umgesetzt werden. Die NGZ hat sie zusammengefasst.

Kreisverkehr am Rathaus Zum einen: Dort, wo Girmes-Kreuz-Straße, Alte Heerstraße, Maubisstraße und Lange Hecke zusammentreffen, sollen Fußgänger und Radfahrer für Autofahrer "besser sichtbar" gemacht werden. "Reduzierung von Ablenkungsreizen" heißt das im Verwaltungsdeutsch. So werden z.B. überflüssige Verkehrszeichen, Werbetafeln und Hinweisaufkleber der Kultur- und Denkmalroute im Innenkreis entfernt. Werbung auf Plakaten und an Laternen wird künftig innerhalb von 30 Metern rund um den Kreisverkehr nicht mehr genehmigt, die Bepflanzung auf eine Höhe von 60 Zentimeter zurückgeschnitten. Zum anderen soll ein Drängelgitter im Gehwegbereich zwischen der Straße Lange Hecke und dem Fußgängerüberweg Maubisstraße Radfahrer dazu zwingen, abzusteigen. Die "Barriere" wird zunächst probeweise für drei Monate installiert.

Kreuzung am Kirmesplatz Auch an der Kreuzung L 154 / A 52 / Mittelstraße hat es im vergangenen Jahr mehrfach gekracht. Entweder beim Fahren über eine rote Ampel oder beim Linksabbiegen auf die Mittelstraße aus Richtung Osterath. Insgesamt gab es einen Schwerverletzten und sechs Leichtverletzte. Eine konkrete Unfallursache, heißt es im Bericht der Kommission, konnte bislang nicht ermittelt werde. Um mögliche Unsicherheiten der Verkehrsteilnehmer beim Einordnen auf der Kreuzung zu vermeiden, sollen nun die Straßenmarkierungen erneuert werden.

Kreuzung in Büttgen Das Problem am Knotenpunkt L 381 / K 37 sind die Linksabbieger aus Richtung Mönchengladbach. Laut Polizei missachten sie häufig die Vorfahrt der entgegenkommenden Fahrzeuge. Deshalb bekommen sie jetzt ein separates Ampelsignal.

Kreuzung an der Regiobahn Die Kreuzung L 390 / Girmes-Kreuz-Straße war früher ein Unfallschwerpunkt. In den vergangenen drei Jahren gab es allerdings keine Zwischenfälle mehr. Unternommen werden muss dort deshalb nichts.

(NGZ)