Get the fuck out of my house 2018: Oliver Nell aus Kaarst gewinnt

"Get the f*ck out of my house": Kaarster gewinnt TV-Experiment

In dem neuen TV-Format "Get the f*ck out of my house" hat sich der Kaarster Oliver Nell mit Herz und Verstand gegen 99 weitere Kandidaten durchgesetzt und gewonnen. Der Preis für vier harte Wochen sind 100.000 Euro.

Als Oliver Nell am Donnerstag gemeinsam mit Familie und Freunden vor dem Fernseher saß, um das Finale der TV-Show "Get the f*ck out of my house" zu schauen, durchlebte der 33-Jährige viele Momente noch einmal. Einige der zahlreichen Erlebnisse, die er in dem 116-Quadratmeter-Haus in Satzvey erlebt hatte, waren längst verblasst. Was sich aber wohl auf ewig in sein Gedächtnis eingebrannt hat, ist der große Moment, als er das Haus als Sieger verlassen durfte.

Mit Authentizität, Herz und Verstand konnte Nell sich gegen 99 weitere Kandidaten durchsetzen, die sich wie er dazu entschlossen hatten, in dem neuen TV-Format um ein Preisgeld von 100.000 Euro zu kämpfen. "Es war auch wirklich anstrengend genug", sagt der 33-Jährige. Fast vier Wochen lang spielte sich sein Leben in dem engen Haus ab, in dem sich jeder immer wieder aufs Neue einen möglichst bequemen Schlafplatz suchen musste und das Essen eigentlich immer knapp war. Regelmäßige Spiele lockerten die teils angespannte Situation auf, dennoch ließ die Zeit alle Beteiligten emotional Achterbahn fahren.

So erinnern sich die Zuschauer sicher noch an die bewegenden Szenen, in denen die Teilnehmer nach Wochen zum ersten Mal nach Hause telefonieren durften - für eine Minute. "So bitterlich geweint habe ich sicher seit Jahren nicht mehr", erinnert sich Nell. "Das war pures Heimweh, Sehnsucht nach meiner Freundin und nach meiner Familie. Sogar das Kamerateam hat mitgeweint."

Gegen Ende der letzten Folge teilten sich nur noch drei Kandidaten das plötzlich viel zu große Wohnzimmer. In den finalen 72 Stunden brannte permanent das Licht, nachts kam noch laute Musik hinzu. "Wir haben einfach das restliche Bier aus dem Keller geholt und Party gemacht", erzählt Nell. "Was hätten wir auch sonst machen sollen? Wir mussten uns einfach fügen, sonst wären wir irre geworden - nach über drei Wochen im Haus, die uns psychisch und körperlich mehr als einmal an unsere Grenzen gebracht haben."

Beim alles entscheidenden Spiel mussten die letzten beiden Verbliebenen dann eine Plastikmünze so drehen, dass die goldene Gewinnerseite oben liegt - indem sie dagegen pusteten. "Im vierten Anlauf habe ich es als erster geschafft. Ich habe so geschrien, dass ich nach nur diesem einen Schrei heiser war." Die rote Linie, die die Hausbewohner nicht passieren durften, erlosch, Nell durfte in den Garten gehen, wo auch seine Eltern, seine Schwester, seine Freundin und sein bester Freund auf ihn warteten. "Ich war so froh, sie in die Arme schließen zu können."

In zwei Wochen erhält er sein Preisgeld. "Dann kann ich alle meine Verbindlichkeiten tilgen", sagt er. "Außerdem sollen meine Familie, meine Freundin und mein bester Freund auch davon profitieren, denn sie waren und sind immer für mich da." Ein neues Auto könnte das Paar gut gebrauchen. "Und dann möchte ich gerne meine Fallschirm-Grundlizenz erneuern - bisher fehlten mir leider die Zeit und das Geld dazu."

  • Oliver Nell : "Eine Erfahrung fürs Leben"

Auch wenn die Zeit im Haus nicht leicht war, möchte Oliver Nell sie nicht missen: "Auf der einen Seite war es eine coole, vor allem aber eine riesige Grenzerfahrung. Auf der anderen Seite freue ich mich über das Preisgeld und betrachte es als eine Art Schmerzensgeld für den ganzen Blödsinn, den man da ertragen musste." Seinen Sieg darf er aber auch als Kompliment sehen: "Ich habe mich von Anfang an dazu entschieden, ich selbst zu sein. Und scheinbar habe ich mit Sympathie und Fairness geglänzt."

Oliver Nell startet seine Musikkarriere

Was Ganz frisch präsentiert Oliver Nell seinen Deutschrock-Partysong "Ich will leben", dessen Text zum Nachdenken anregen soll.

Wo "Ich will leben" ist auf allen gängigen Download-Plattformen käuflich zu erwerben.

Info Weitere Infos gibt es auf Oliver Nells Facebook-Seite: www.facebook.com/olivernell268

(NGZ)