Gesamtschule Büttgen: "Schultoiletten werden schlecht gereinigt"

Gesamtschule Büttgen: „Schultoiletten werden schlecht gereinigt“

Die Eltern der Gesamtschule Büttgen wehren sich dagegen, dass ihre Kinder die Schuld für die verschmutzten Toiletten haben. Sie meinen, dass unzureichende Reinigung und alte Anlagen das Problem seien.

Die Schulpflegschaft der Gesamtschule Büttgen wehrt sich gegen die Aussage der Stadt, dass die teils unakzeptablen Zustände in den Schultoiletten auf das Nutzerverhalten einiger Schüler zurückzuführen sei. Auch finde man keinerlei Spuren von Vandalismus. Die Stadt wiederum meint, sie habe im Zusammenhang mit den Schultoiletten zu „keinem Zeitpunkt von einem Vandalismus-Problem gesprochen“. Richtig sei, „dass einige Schüler durch ihr Fehlverhalten die Toiletten stark verunreinigen. Dies dokumentieren auch Bilder, die stichprobenartig im vergangenen und in diesem Jahr gemacht wurden.“

Für die Eltern liegt die Problematik allerdings viel mehr in der Sanierungsdürftigkeit der Toiletten und nicht zuletzt in der Art und Weise der Reinigung. „Die Toiletten sind alt, aber in einem annehmbaren Zustand“, sagen die Eltern. Der Geruch und der Reinigungszustand nicht. Dafür gebe es zwei Ursachen: „Das Rohrsystem ist überaltet, dadurch kommt es zu Rückstauproblemen. Zusätzlich ist durch jahrelange Nutzung Urin in die Fugen eingedrungen, so dass ein permanenter unangenehmer Uringestank besteht.“ Dieser Gestank sei erheblich, auch wenn die Toiletten nicht genutzt würden, wie etwa in den Ferien. Darüber hinaus erscheint den Eltern die Art und Weise der Reinigung im gesamten Schulgebäude unzureichend und oberflächlich. Denn auch in den Lehrertoiletten sowie im gesamten Gebäude gebe es ungeputzte Bereiche. Die Vermutung der Eltern: Die Putzkräfte stehen unter Zeitdruck, der eine sorgfältige Reinigung nicht zulasse.

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Die Stadt sagt dazu: „Die Geruchsbelästigung durch Urinstein ist erkannt, geeignete Maßnahmen werden nun geprüft, um beispielsweise die Fugen gegen den Urinstein zu versiegeln.“ Bei einer intensiven Grundreinigung während der Pfingstferien 2018 sei der Urinstein vollständig entfernt worden. „Der Geruch war nicht mehr wahrnehmbar. Wenige Tage nach Schulbeginn waren die Fugen erneut belastet. Dies legt nahe, dass die Ursache im unsachgemäßen Gebrauch der Sanitäranlagen zu suchen ist“, heißt es. Die Verwaltung prüfe derzeit auf Basis eines entsprechenden Beschlusses im Schulausschuss, welche zusätzlichen Kosten durch eine weitere Reinigung der Schulgebäude vor der Mittagspause und eine Verkürzung der Grundreinigungs-Intervalle zu erwarten seien. Damit kommt die Verwaltung dem nach, was sich die Eltern wünschen: „Die Toiletten werden täglich nach Schulschluss gereinigt. Das reicht nicht aus bei einem Ganztagesbetrieb mit mehr als 700 Mehrfachnutzern.“ Die Stadt leiste sich derzeit aus Sicht der Eltern ein Minimum an Reinigung. Hier müsse an allen Schulen nachgebessert werden.

(csk)
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