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Kaarst: Generationenwechsel im "Kult-Laden" Schubert

Kaarst : Generationenwechsel im "Kult-Laden" Schubert

Mit 76 Jahren ist es an der Zeit: Anni Schubert geht in Rente – oder zumindest in Altersteilzeit. Nach 47 Jahren übergibt sie ihr Schreibwarengeschäft an der Nordkanalallee an Gabi und Gerd Schiefer. "Einmal muss Schluss sein", sagt sie, "auch wenn es mir bis heute immer Spaß gemacht hat".

Mit 76 Jahren ist es an der Zeit: Anni Schubert geht in Rente — oder zumindest in Altersteilzeit. Nach 47 Jahren übergibt sie ihr Schreibwarengeschäft an der Nordkanalallee an Gabi und Gerd Schiefer. "Einmal muss Schluss sein", sagt sie, "auch wenn es mir bis heute immer Spaß gemacht hat".

Das Geschäft bleibt in der Familie, denn Gerd ist ihr Neffe und verbrachte als Kind im Laden seiner Tante viel Zeit, da seine Mutter freitags immer half, wenn die vielen Lottospieler kamen. Gerd Schiefer unterstützt nun seine Frau als Inhaberin, und Anni Schubert wird auch immer wieder mal vorbeischauen und mithelfen.

"Bei Schubert findest du alles" ist ein Satz, den wahrscheinlich jeder Holzbüttgener bereits einmal gesagt hat. Und diese Worte sagen auch: Der Laden ist Kult im Ort. Deshalb wird trotz neuer Besitzerin der alte Name bleiben. Überhaupt möchten Gabi und Gerd Schiefer erst einmal nicht allzu viel ändern. "Wir legen Wert auf Tradition", sagt Gabi Schiefer.

Zur Eröffnung am 4. September 1964 war es das erste Schreibwarengeschäft im Ort. Neben Zeitschriften und Tabakwaren verkaufte Anni Schubert damals auch Spielwaren und Geschenkartikel. Ein Jahr später kam das Lottospiel hinzu. Viele Stammkunden gingen Jahrzehntelang bei ihr einkaufen. "Mit den meisten bin ich per Du. Für die Treue aller möchte ich mich sehr bedanken", sagt Schubert.

Die alten Holzbüttgener werden weiterhin kommen, und auch ihre Kinder und Enkel sind willkommen. Um die Jüngeren zu erreichen, soll der Bastelbereich ausgebaut und sollen wieder kleinere Spielsachen wieder ins Sortiment aufgenommen werden.

(NGZ/rl)