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Kaarst: GBG will Lehrernotstand bald beenden

Kaarst : GBG will Lehrernotstand bald beenden

Mit neuem Personal will das Georg-Büchner-Gymnasium weiteren Unterrichtsausfall verhindern.

In Bezug auf die Personalsituation war das vergangene Halbjahr ein Spießroutenlauf für Gisela Saßmannshausen, Leiterin des Georg-Büchner-Gymnasiums. Lehrkräfte mit Zeitverträgen, Lehrkräfte, die in Pension gingen, Lehrkräfte in der Elternzeit oder in der Examensvorbereitung: Was die Unterrichtsversorgung betraf, fehlte es am Kaarster Ganztagsgymnasium bislang an allen Ecken und Enden.

Für die Schüler hatte das zum Teil massiven Unterrichtsausfall zur Folge, vornehmlich in der Jahrgangsstufe 10. Statt drei gab es dort zum Beispiel nur noch zwei Stunden pro Woche – in den Fächern Erdkunde, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Kunst, Musik, Religion und Philosophie. In der Jahrgangsstufe 5 fielen zwei Stunden Kunst weg, in der Sechs eine Stunde Physik, in der Sieben eine Kunst, eine Sport und eine in Latein und Französisch, und so weiter. "Wir haben versucht, den Mangel gleichmäßig zu verteilen", sagt Saßmannshausen. Lediglich die beiden Doppel-Abiturjahrgänge (12 und 13) wurden weitestgehend verschont. Im kommenden zweiten Halbjahr soll sich Situation am GBG nun deutlich besser werde.

"Erstens konnten wir zwei ausgeschriebene Stellen besetzen", sagt Saßmannshausen. Zweitens ständen weitere Stunden für Zeitverträge zur Verfügung, dritten würden acht neue Referendare insgesamt 63 Stunden "selbstständigen Ausbildungsunterricht" erteilen. "Das bedeutet zwangsläufig einen Lehrerwechsel in relativ vielen Klassen und Kursen, trägt aber dazu bei, dass sich in allen Jahrgängen, vor allem aber in der Stufe 10 die Unterrichtssituation entspannen wird. Etliche Kürzungen können zurückgenommen werden." Im Foyer des Gymnasiums soll künftig ein vom Förderkreis und der Stadt finanziertes "digitales Schwarzes Brett" hängen, das die Schüler über den Vertretungsplan informiert.

Personelle Überkapazitäten wegen des doppelten Abiturjahrgangs erwartet Saßmannshausen nach dem Ausscheiden der "12er und 13er" hingegen nicht. "Bei uns gibt es Pensionierungen, die den Überhang wieder so gut wie aufwiegen."

(juha)