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Kaarst: GBG: 25 Jahre Schüleraustausch

Kaarst : GBG: 25 Jahre Schüleraustausch

Das Georg-Büchner-Gymnasium hat zurzeit Besuch aus dem französischen Châtel sur Moselle. Gemeinsam mit jungen Gästen vom Collège Louis Pergaud wurde das 25-jährige Bestehen des Schüleraustausches gefeiert.

In dieser Woche sind rund 20 französische Schüler der achten und neunten Klasse zu Gast am Georg-Büchner-Gymnasium. Seit 25 Jahren pflegt die Schule eine Partnerschaft zum Collège Louis Pergaud in Châtel sur Moselle. Der Kontakt kam damals per Zufall zustande. Lehrer Karl-Heinz Leuffen kannte aus der Studienzeit eine französische Kollegin, die eine Partnerschule suchte. Seitdem besuchen sich deutsche und französische Schüler jedes Jahr. Zuvor gab es bereits einen Schüleraustausch mit Rochefort.

Mit den Gästen aus Châtel werden in Köln der Dom und ein Museum besichtigt, manchmal gibt es einen Ausflug nach Aachen oder Bonn. "Wir gehen aber auch gemeinsam klettern, besuchen den Aquazoo oder das Neanderthal Museum", sagt Betreuungslehrer Ingo Bayer. In diesem Jahr stand der Gasometer in Oberhausen auf dem Programm der jungen französischen Gäste.

Reisen die GBG-Schüler nach Frankreich, besuchen sie die nahe gelegenen Großstädte Nancy und Metz. Bei gutem Wetter führt ein Ausflug in die Vogesen, vor Ort ist eine alte Festung eine beliebte Attraktion. "Darüber hinaus wird in den Gastfamilien etwas unternommen", so Bayer, der gemeinsam mit Hans Peter Banken und Ernst Henning Schink den Frankreichaustausch organisiert. Am Collège Louis Pergaud kümmert sich Christelle Leclerc seit 2000 um die Partnerschaft.

Das 25-jährige Bestehen wurde mit einem kleinen Festakt in der Schulaula gefeiert. Zur Begrüßung sang der Unterstufenchor das Kinderlied "Bruder Jakob" im mehrsprachigen Kanon. Eine Theatergruppe führte einen Auszug aus dem Buch "Die wilden Kerle" auf, Schüler der Klasse 8a zeigten einen Sacktanz und eine pantomimische Szene.

Bürgermeister Franz-Josef Moormann lobte bei der Feier im GBG das lange Bestehen der Partnerschaft und erinnerte sich an seine eigene Schulzeit. "Damals war eine Reise ins Ausland relativ kompliziert. An den Grenzen gab es Passkontrollen, als Schüler musste man den Ausweis häufig erst beantragen. Heute setzt man sich ins Auto und fährt einfach rüber", so Moormann. Den Schüleraustausch schätze er besonders, weil sich hier Menschen näher kämen und sich Freundschaften über Jahre bilden könnten. Dies bestätigte auch Schulleiterin Gisela Saßmannshausen: "Es gibt selten solche Gelegenheiten für junge Menschen wie bei einem Austausch. Es ist ein anderer Weg als über die modernen Kommunikationsmittel".

Die Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums waren bereits im März nach Châtel sur Moselle gereist. Auch dort wurde eine Feier zum Jubiläum abgehalten.

(NGZ)