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Galerie Splettstößer in Kaarst zeigt die Ausstellung "Die Un-Geduld des Papiers"

Ausstellung in Kaarst : Wiedersehen mit alten Freunden der Galerie

„Die Un-Geduld des Papiers“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung im Haus von Brigitte Splettstößer. Zu der hat sie nur Künstler eingeladen, die schon einmal bei ihr aktuelle Arbeiten präsentiert haben.

Fünf Künstlerinnen und ein Künstler stellen seit Sonntag in der Galerie Splettstößer aus. Der Titel der Ausstellung lautet „Die Un-Geduld des Papiers“. Dass der Bildträger Papier ist, ist die große Gemeinsamkeit der Exponate.

Galeristin Brigitte Splettstößer präsentiert Bilder von Kunstschaffenden, die ausnahmslos schon – zum größten Teil sogar mehrfach – bei ihr ausgestellt haben. Da ist zum Beispiel Ada Blochwitz aus Holzbüttgen. Ihre Bilder haben einen hohen Wiedererkennungswert. Sie verwendet Acrylfarbe, Ölkreide und Buntstifte, und die Ölkreide ist es, die die Arbeiten am meisten prägt. Bizarr wirkende Tiere wie Esel oder Vögel sind wieder die „Hauptpersonen“, die gedeckten Farben verleihen den Bildern etwas Geerdetes. Das ist auch gut so, denn so wirken die rätselhaften Welten nicht gar so beunruhigend. Interpretationshilfen gibt die Künstlerin nicht: „Es kann alles Mögliche sein.“

Maria Gilges aus Düsseldorf präsentiert Arbeiten, die denen von Ada Blochwitz nicht so ganz unähnlich sind. Das war schon so, als die beiden Frauen sich noch gar nicht kannten – der ehemalige Leiter der Alten Post, Thomas Brandt, hatte sie aufeinander aufmerksam gemacht. Zu sehen sind Fantasiewesen. Die Künstlerin beginnt ihr Werk ohne zu wissen, wie es sich entwickeln wird. Auch diese Bilder kann man nicht wirklich interpretieren, sie zeigen, was möglich ist, wenn man der Fantasie freien Lauf lässt.

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Marianne Reiners-Maaz ist mit Bildern vertreten, die in der Mitte geknickt sind und die wie ein aufgeschlagenes Buch wirken. Ihr großes Thema sind Köpfe und vor allem Profile. Sie werden jetzt kombiniert mit runden, stacheligen Gebilden und einem Ei. Außerdem sind auf vielen Bildern nicht deutbare Schriftzeichen zu sehen.

Von Andrea Lehnert aus Düsseldorf stammt eine großformatige Arbeit im Flur, eine sehr abstrakte Malerei, die Erinnerungen an Landschaften spiegeln. Bei den kleineren Bildern kann man die Landschaft als Motiv leichter erkennen, die mittelgroßen Formate sind eher Farbkompositionen, wobei  Grün überwiegt.

Petra Siering aus Bonn ist eigentlich Bildhauerin. Ihre abstrakten Kompositionen erinnern mit einer gewissen Strenge an Architekturskizzen. Mal ein Grün, dann ein Orange: Mit Farben geht Siering sparsam um.

Das gilt auch für Jón Thor Gíslason aus Düsseldorf – kein Wunder, ist er jetzt doch mit Bleistiftzeichnungen vertreten, die auch einiges von der Kultur seines Heimatlandes Island widerspiegeln.

Info Die Ausstellung ist bis zum 17. Juli geöffnet. Eine Voranmeldung unter 0162 3422016 ist erforderlich