1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Gänse nur schwer zu vertreiben

Kaarst : Gänse nur schwer zu vertreiben

Der Stadtsee soll saniert werden, aber das Gänseproblem wird wohl bleiben.

Der Stadtsee in Kaarst ist derzeit eine ziemlich trübe Brühe. Aber die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart hat angekündigt, dass er mit Fördermitteln, die für 2018 im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes beantragt werden, saniert werden soll. Ein Problem, für das man noch keine geeignete Lösung parat hat, bleibt jedoch die starke Gänsepopulation samt "Hinterlassenschaften".

Burkhart beklagt aber auch , dass es immer noch Bürger gebe, die die Tiere füttern und so ihre Vermehrung fördern. Ebenso falsch sei es, die zahlreichen Fische im Stadtsee zu füttern. Die Firma, die sich um den Stadtpark kümmert, sieht sich nach ihren Worten nicht in der Lage, den Gänsekot zu beseitigen - es gebe keine geeigneten Gerätschaften und deshalb sei der Aufwand zu groß. Die Grünen im Rat können allerdings nicht nachvollziehen, dass die für die Pflege des Stadtparks zuständige Firma sich nicht in der Lage sieht, zur Schaufel zu greifen. "Wir haben uns an den Nabu gewandt in der Hoffnung, dass er zu diesem Themenfeld etwas sagen könnte, aber er tut sich schwer mit einer schriftlichen Stellungnahme", sagt die Technische Beigeordnete.

Auf welche Weise der Stadtsee gereinigt werden könnte, steht ebenfalls noch nicht fest - in Betracht kommen mikrobiologische und mechanische Lösungen. Dass der See "umkippt" sei akut nicht zu befürchten, weil ihm durch den Springbrunnen ständig neues Wasser zugeführt wird. Das Gänseproblem scheine sich momentan verlagert zu haben - zum Kaarster See. Aber Sigrid Burkhart geht davon aus, dass die Tieree wiederkommen werden und räumt folgendes ein: "Wir stehen relativ am Anfang der Ermittlungen, wie wir die Tiere vom Stadtsee fernhalten können."

Hundekot im Stadtpark sei dagegen kein großes Thema: "Die Hunde werden an der Leine geführt, und die meisten Hundebesitzer beseitigen den Kot ihrer Vierbeiner."

(barni)