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Kaarst: FWG-Chef Karis zur Stakerseite: "Baut endlich statt zu streiten"

Kaarst : FWG-Chef Karis zur Stakerseite: "Baut endlich statt zu streiten"

Die Grundschule an der Stakerseite - seit Monaten beschäftigt sich die Politik mit der Frage Neubau oder Sanierung? Zuletzt hatte das Fünfer-Bündnis für die morgige Sitzung des Haupt-, Wirtschaft- und Finanzausschusses (HWFA) beantragt, eine Konzeptstudie zur Standortwahl des Neubaus in der Stadtmitte Kaarst zu erstellen. Ein Antrag, der CDU-Chef Lars Christoph auf die Palme brachte, denn Christoph reklamierte dessen Inhalt für seine Partei.

Jetzt meldet sich FWG-Chef Josef Karis zu Wort: "Es ist doch völlig egal, wer die Idee hatte. Es soll jetzt endlich mal gebaut werden", stellt er fest. Denn ein Neubau der Grundschule ist für ihn die einzige Alternative. "Die Sanierung würde mit rund 27 Millionen Euro zu Buche schlagen, ein Neubau rund 35 Millionen Euro kosten - da fällt die Entscheidung doch leicht. Zumal sich das Grundstück mit rund 400 Euro pro Quadratmeter verkaufen lassen wird. Das rund 2,5 Hektar große Grundstück würde dann rund zehn Millionen Euro in die Haushaltskasse spülen", rechnet Karis vor. Er persönlich halte es sogar für das Beste, den angrenzenden Sportplatz gleich mit zu verlagern und das dann insgesamt fünf Hektar große Grundstück als Bauland zu verkaufen. "Dann kostet der Neubau nur noch 15 Millionen. Bei den aktuell niedrigen Zinsen und der zu erwartenden Energieersparnis durch einen Neubau, kämen wir damit am Ende bei einem Summe-Null-Spiel raus", so Karis.

Bei einer Sanierung des maroden Schulgebäudes erwartet er deutlich höhere als die veranschlagten Kosten. "Wir müssen damit rechnen, dass wir auf Asbest und ähnliche Substanzen stoßen - dann werden aus den 27 Millionen ganz schnell 50 Millionen Euro", befürchtet er. Sein Appell an die Kaarster Politik: "Trefft endlich eine Entscheidung für einen Neubau, statt Euch darüber zu streiten, wer sich die Idee dafür auf die Fahne schreiben darf."

Mit dem Antrag zur Konzeptstudie zur Standortwahl beschäftigt sich der HWFA in seiner Sitzung morgen ab 18 Uhr im Bürgerhaus.

(dagi)