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Kaarst: Fußgänger häufig in Unfälle verwickelt

Kaarst : Fußgänger häufig in Unfälle verwickelt

Bei der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern belegt Kaarst im kreisweiten Vergleich den dritten Platz. "Bei der Steigerung ist die Stadt sogar die Negativspitze", sagt Polizeihauptkommissar und Wachleiter Herbert Westerveld.

Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl fast verdreifacht. Bisher pendelte sie immer zwischen acht und zehn Unfällen pro Jahr, in 2011 waren es insgesamt 23.

Erklären kann sich das der Polizeibeamte nicht. Es gebe auch keinen Unfallschwerpunkt im Stadtgebiet, so Westerveld. Ein Fall steht bereits in der Statistik für dieses Jahr: Am 5. Januar überquerte eine Person gegen 20.15 Uhr die Kaarster Straße in Holzbüttgen, ohne auf den fließenden Verkehr zu achten.

Der dunkel gekleidete Mann wurde von einem Auto erfasst und musste sich mit Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen. Auch deshalb zeigte die Polizei am Montagnachmittag an der Kreuzung am Regiobahnhaltepunkt Kaarst mit vier Beamten starke Präsenz. Ziel war es, den Fußgängern zu signalisieren, dass auch ihr Fehlverhalten geahndet wird. Da sich die Beamten nicht versteckten, verhielten sich zumindest in den zwei Stunden der Aktion alle Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung korrekt.

Gleichzeitig führte die Polizei auf der Neersener Straße (L390) in beide Richtungen Geschwindigkeitsmessungen durch. "Bei Unfällen mit Fußgängern sind meist diese auch Schuld, allerdings hängt es öfters mit überhöhter Geschwindigkeit der Autofahrer zusammen", sagt Westerveld.

Das Ergebnis der zweistündigen Verkehrskontrolle: 88 Verwarnungsgelder und zwei Ordnungswidrigkeiten bei Übertretung mit mehr als 20 Stundenkilometern. Zudem wurden sechs Fahrradfahrer erwischt, die den falschen Weg nahmen oder bei Rot über die Ampel fuhren. Weitere Aktionen zur Verkehrsunfallbekämpfung in Kaarst sollen folgen.

(NGZ/rl)