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Kaarst: Für einen Bürgerbus fehlen noch die "Macher"

Kaarst : Für einen Bürgerbus fehlen noch die "Macher"

An unterstützenden Worten mangelt es der Senioren-Initiative Kaarst (SIK) nicht, wenn sie für die Einrichtung eines Bürgerbusses wirbt. Der Bereich Verkehrsplanung in der Stadt steht der SIK stets für Fragen zur Verfügung. Alle Parteien befürworten einen Bürgerbus für Kaarst.

"Es findet sich aber keiner, der an vorderster Position die Arbeit übernimmt", sagt Manfred Stranz, der das Projekt für die SIK federführend betreut. Die Senioren-Initiative selber möchte nur der Wegbereiter sein.

Im Mai stellte sie das Projekt bei öffentlichen Veranstaltungen in Kaarst und Büttgen vor. Die häufigste Frage der Bürger war: "Fährt der Bürgerbus auch bei mir vorbei?". Ein Bedarf wurde ermittelt, wobei die Route nicht allzu identisch mit der des Linienbusses sein darf. Mögliche Stationen sieht Stranz im Kaarster Westen und am Hoverkamp, in Büttgen im Bereich Gutenbergstraße wie auch in Holzbüttgen und Vorst.

Vor der Streckenplanung steht allerdings die Gründung eines Bürgerbusvereins. "Er kann als juristische Person dann einen Bus kaufen", so Stranz. Ein Kleinbus mit acht Sitzen und behindertengerecht umgebaut kostet knapp 60 000 Euro. Das Land NRW würde den Kauf mit 45 000 Euro fördern. Am Steuer sitzen ehrenamtliche Fahrer, die im Vorfeld eine entsprechende Schulung erhalten.

Doch wer führt den Bürgerbusverein? Manfred Stranz lehnt definitiv ab. Die Senioren-Initiative werde den Verein unterstützen, einen sogenannten "Macher" ließe sich in den eigenen Reihen aber nicht finden. "Wir suchen engagierte, mutige Leute. Am Anfang wird es sicher etwas schwierig", so Stranz. Dafür leistet die SIK Vorarbeit und hat bei Bürgerbusvereinen in Willich und Korschenbroich bereits Informationen über Fahrkarten und Fahrplangestaltung eingeholt.

Beim Seniorenforum 55plus am 29. Oktober wird die SIK den Bürgerbus vorstellen. Außerdem sollen Flyer zur Werbung unter die Bürger gebracht werden.

(NGZ)