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Kaarst: Für den Kinderschutz ans Nordkap

Kaarst : Für den Kinderschutz ans Nordkap

Katharina Sondermann und Irene Seidler wollen 7000 Kilometer mit dem Motorrad fahren - zugunsten der Evangelischen Jugend- und Familienhilfe Kaarst. Sie hoffen auf Spenden für jeden Kilometer. Am 8. Juli soll es losgehen.

Zelt, Campingkocher und Schlafsack liegen schon bereit. "Und viel mehr können wir auch nicht mitnehmen", sagt Katharina Sondermann. Mit ihrer Freundin Irene Seidler macht sie sich am 8. Juli auf den Weg - mit dem Motorrad zum Nordkap. Die beiden jungen Frauen fahren für den guten Zweck. Sie sammeln Spenden für die Evangelische Jugend- und Familienhilfe Kaarst. "Kinder liegen uns besonders am Herzen. Ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, ist für uns ein großes Glück", sagt Katharina Sondermann.

Vor drei Jahren haben sie und Irene Seidler sich in einer Gruppe für Motorradfahrerinnen im sozialen Netzwerk Facebook kennen gelernt. "Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und da wir beide uns auch gern sozial engagieren, haben wir überlegt, wie wir unser Hobby und den guten Zweck miteinander verbinden können", erinnert sich Katharina Sondermann. Schon ein Jahr später waren sie als "Heels on Wheels" gemeinsam unterwegs. "Wir sind in vier Tagen mit den Motorrädern nach Venedig und zurück gefahren", berichtet Sondermann. Rund 2700 Kilometer sei ihre Strecke lang gewesen. Und auch damals hätten sie pro gefahrenem Kilometer Spenden für die Evangelische Jugend- und Familienhilfe Kaarst gesammelt. "Genau 2777 Euro sind dabei zusammen gekommen", berichtet die 30-Jährige. Angetrieben von der positiven Resonanz machte sie sich im vergangenen Jahr mit der 29-jährigen Irene Seidler wieder auf den Weg.

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"Wir fuhren 1200 Kilometer durch Kambodscha, haben 5899 Euro Spenden eingesammelt", erzählt sie. Gespendet hätten die beiden das Geld für Hilfsprojekte in dem asiatischen Land. Nun gehen sie also wieder für die Kaarster Kinderhilfe auf Tour.

"Inzwischen haben wir sogar schon drei große Sponsoren, die uns mit Kleidung, Helmen und Reifen versorgen", so Sondermann. Weitere Kosten wie Benzin, Fähre und Übernachtung würden sie aus eigener Tasche finanzieren. Insgesamt zehn Tage haben die beiden Frauen für die rund 7000 Kilometer zum Nordkap und zurück eingeplant. "Wir berichten von jeder unserer Etappen, posten Fotos im Internet, drehen Videos und wer will, kann unsere Route per Online-Track verfolgen. Außerdem nimmt jede von uns einen ,Sozius' mit: ein Stofftier, dessen Reise in Wort und Bild festgehalten wird. Das Tier übergeben wir später einem Kind", erklärt Katharina Sondermann. Und sie betont, dass jeder, der ihnen einen Betrag pro Kilometer spendet, eine Spendenquittung bekommt.

Über die Härte der Tour sind sich die beiden Frauen durchaus im Klaren: "Wir werden pro Tag mindestens zehn Stunden auf dem Motorrad sitzen - da tut der Popo ganz schön weh", sagt Sondermann überzeugt. Und auch der Temperaturunterschied werde ihnen sicher zu schaffen machen. "Am Nordkap haben wir mit Glück fünf Grad. Ich werde mir als Luxusartikel eine Wärmflasche einpacken", stellt sie schmunzelnd fest. Funktionsunterwäsche und Schutzkleidung mit einknöpfbarem Winterfell sei ohnehin selbstverständlich.

(NGZ)