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Kaarst: Finanzlage der Stadt verbessert sich deutlich

Kaarst : Finanzlage der Stadt verbessert sich deutlich

Es ist nur eine Prognose, aber die sieht wirklich nicht schlecht aus. Heinz Dieter Vogt, Erster Beigeordneter und Kämmerer, hat dem Rat jetzt den aktuellen Finanzstatusbericht zum Stichtag 30. September 2011 vorgelegt.

Diesem zufolge schrumpft das Defizit im städtischen Haushalt 2011 von ursprünglich rund acht auf circa 3,5 Millionen Euro. Das bedeutet, dass die Stadt zum Ende des Jahres voraussichtlich rund 7,1 Millionen Euro mehr in der bilanziellen Ausgleichsrücklage hat, als Ende 2010 gedacht. Die Ausgleichsrücklage kann zum Ausgleich künftiger Haushaltslöcher genutzt werden.

Grund für das verbesserte Ergebnis ist die Konjunktur. Die hat 2011 deutlich angezogen und das macht sich auch in Kaarst bemerkbar. Bereits der Ende Mai erstellte Finanzstatusbericht ging für 2011 von einer Reduzierung des geplanten Defizits auf rund sechs Millionen Euro aus.

Jetzt hat sich das finanzielle Loch noch einmal um mehr als die Hälfte verkleinert. Hauptsächlich deshalb, weil sich der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer im Laufe des Jahres deutlich erhöht hat. Ursprünglich wurde im städtischen Haushalt mit einer Einkommenssteuerbeteiligung von 17,6 Millionen Euro gerechnet.

Laut der regionalisierten Mai-Steuerschätzung des Städte- und Gemeindebunds geht die Verwaltung mittlerweile von einem Jahresergebnis von rund 19,5 Millionen Euro aus. Die bisherigen Ist-Zahlen des nordrhein-westfälischen Finanzministeriums, heißt es, ließen auch weiterhin eine positive Entwicklung erwarten.

Was den Bereich der Gewerbesteuer betrifft, rechnet der Kämmerer hingegen – anders als noch im Mai – mit keiner signifikaten Abweichung vom Haushaltsansatz. Der liegt bei 18,3 Millionen Euro. Heinz Dieter Vogt geht davon aus, dass auf die Kommune Rückzahlungsverpflichtungen zukommen werden.

(NGZ)