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Kaarst: Feuerwehr und Golfer bald auf einem Gelände?

Kaarst : Feuerwehr und Golfer bald auf einem Gelände?

Stadt, Politik und Feuerwehr haben ein Konzept erarbeitet, das eine gemeinsame Nutzung des Grundstücks an der Driescher Straße vorsieht.

Die Sportler des HMC Büttgen wird diese Nachricht zunächst einmal freuen: Der Arbeitskreis "Brandschutzbedarfsplan", Verwaltung und Feuerwehr haben gemeinsam ein Lösungskonzept erarbeitet, das sowohl den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses als auch den Weiterbetrieb der Miniaturgolfanlage auf ein und demselben Grundstück an der Ecke Driescher Straße/L 154 – dem jetzigen HMC-Vereinsgelände – vorsieht. "Am 26. September sollen die Pläne dem Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss vorgestellt werden", sagt Sebastian Semmler, Leiter des Bereiches Zentrale Dienste im Rathaus. Möglicherweise wird dann auch schon ein Entschluss gefasst.

An das Gelände des jetzigen Feuerwehr-Gerätehauses grenzt die Anlage des Miniaturgolfvereins HMC Büttgen an. Foto: L. Berns, A. Baum

Zum Hintergrund: Das bisherige Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Büttgen stammt aus dem Jahr 1955. Dreimal ist es in den vergangenen Jahren erweitert worden – 1972, 1990 und 1993. Trotzdem bestehen gravierende Mängel, deren Beseitigung laut Wirtschaftlichkeitsgutachten nicht rentabel wäre. In erster Linie fehlt Platz, unter anderem für Alarmparkplätze sowie einen Damenumkleide- und einen Waschbereich. Fünf mögliche Ersatzstandorte wurden daraufhin von Politik und Verwaltung unter die Lupe genommen: auf dem HMC-Gelände, am Risges Kirchweg, außerhalb des Ortes an der K 34 sowie nördlich und südlich der K 34 am Ortsrand von Driesch. Aus feuerwehrtechnischer Sicht schien das Gelände der Minigolfer am sinnvollsten gelegen. So sah das neben den Kaarster Grünen am Ende auch die Bezirksregierung.

Das Gelände umfasst die Liegewiese des Schwimmbads, den Minigolfplatz sowie einen Grünstreifen am Sportforum – im Ganzen rund 8000 Quadratmeter. Aus Sicht von Minigolf-Chef Gerd Becker genügend Platz, um nebeneinander zu existieren.

Wie genau das Miteinander von Sport und Feuerwehr am Ende aussehen kann und soll, ist noch nicht spruchreif. "Wie gesagt – zunächst müssen die Pläne der Politik vorgelegt werden", betont Semmler. Eine Idee könnte es aber sein, die Anlage quasi zu spiegeln und die linke Reihe mit ihren Bahnen näher an das Sportforum zu versetzen. Eine weitere Möglichkeit: die Verlagerung der ganzen Anlage auf den freien Grünstreifen am Sportforum, um den sich der Verein seit jeher kümmert. Gerd Becker hatte diese Varianten ins Gespräch gebracht. Der HMC Büttgen sei über das neue Konzept auf jeden Fall informiert, sagt Semmler.

Tatsache ist: Ein neuer Miniaturgolfplatz würde rund 100 000 Euro kosten. Dazu bräuchte der Verein Zuschüsse der Stadt. Den Sportlern sei aber vor allem wichtig, dass der Spielbetrieb durch einen Umzug oder Umbau nicht gestört und ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte nicht gefährdet wird, sagt Becker. 2014 richtet der HMC Büttgen nämlich die Deutsche Meisterschaft im Miniaturgolf aus.

(NGZ)