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Kaarst: Feuerwache: zwei Standorte möglich

Kaarst : Feuerwache: zwei Standorte möglich

Weil auf dem Grundstück der Freiwilligen Feuerwehr in Büttgen der Platz begrenzt ist, suchen Stadt und Politik einen neuen Standort. Fünf mögliche wurden im Januar vorgestellt, zwei sind noch in der engeren Wahl.

Der Löschzug Büttgen der Freiwilligen Feuerwehr bekommt eine neue Wache. Das steht fest, und weil auf dem aktuellen Grundstück der Platz begrenzt ist, suchen Stadt und Politik einen neuen Standort. Im Januar wurden fünf potenzielle Flächen vorgestellt.

Zwei Grundstücke kommen derzeit noch für den Bau eines neuen Gerätehauses infrage. Die Grünen favorisieren das Areal neben dem Schwimmbad in Büttgen (l.). Der zweite potenzielle Standort befindet sich neben dem Lammertzhof auf freiem Feld. Foto: Lothar Berns

Im Prinzip kämen nur zwei in die engere Wahl, sagen die Kaarster Grünen — und drängen deshalb endlich auf eine Entscheidung. "Wir möchten für die nächsten Haushaltsberatungen klare Verhältnisse", sagt Fraktionsvorsitzender Christian Gaumitz. Seine Partei spricht sich dabei deutlich für den Standort neben dem Schwimmbad aus. Er sei aus feuerwehrtechnischer Sicht der geeignetste: Die anrückenden Feuerwehrleute könnten überwiegend ohne Kollisionsgefahr mit ausrückenden Einsatzfahrzeugen den Standort erreichen. Die Fläche von 8000 Quadratmetern biete genügend Entwicklungspotenzial, außerdem könnten Synergieeffekte mit dem benachbarten Schwimmbad und dem Sportforum etwa durch ein gemeinsames Blockheizkraftwerk genutzt werden.

Das ausgeguckte Grundstück gehört der Kirchengemeinde, derzeit befindet sich darauf der Minigolfplatz. Die Kirche, so Gaumitz, habe signalisiert, den Erbpachtvertrag für den Bau einer neuen Feuerwache zu verändern. Der zweite potenzielle Standort neben dem Lammertzhof auf dem freien Feld würde dagegen planungsrechtliche Fragestellungen nach sich ziehen. "Auf Drängen der CDU hat sich die Verwaltung an die Bezirksregierung gewandt, um die Bauleitplanung an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung anzupassen, um im Außenbereich bauen zu können", so Gaumitz.

Diese weiteren Prüfaufträge nennt er Zeitverschwendung. Die Feuerwehr äußert sich vor dem Hintergrund des offenen Prüfungsprozesses und möglichen Grundstücksverhandlungen nicht zu einem aus ihrer Sicht bevorzugten Standort. "Es gibt kein Votum. Alle Grundstücke haben ihre Vor- und Nachteile", sagt dazu Fachbereichsleiterin Brigitte Kaulen von der Stadt Kaarst.

Fakt ist, dass das Feuerwehrgerätehaus an der Driescher Straße alt ist. "Die Wache ist mit Altersspuren behaftet, aber nicht gefährlich oder gesundheitsgefährdend", sagt Brigitte Kaulen.

Im Laufe der Jahre musste sie neuen Standards angepasst werden. Bestes Beispiel: Als das Gebäude in den 1950er Jahren geplant wurde, dachte niemand daran, dass auch einmal Frauen zur Feuerwehr gehören würden. Zusätzliche Sanitäreinrichtungen sorgten für Provisorien. Platzmäßig sei keine Erweiterung mehr möglich.

Sollte die neue Feuerwache neben dem Schwimmbad entstehen, hätten die Grünen auch eine neue Heimat für die Minigolfer im Auge. Am Risges Kirchweg wäre auf städtischem Grund Platz für den geplanten Bolzplatz und eine Minigolfanlage.

(stef)