Kaarst: FDP will Überschuldung von Privatleuten entgegenwirken

Kaarst : FDP will Überschuldung von Privatleuten entgegenwirken

Die FDP-Ratsfraktion bittet mit einer Anfrage den Ersten Beigeordneten und Sozialdezernenten der Stadt Kaarst, Sebastian Semmler, im nächsten Sozialausschuss am kommenden Dienstag Auskunft darüber zu geben, wie viele Menschen in Kaarst aktuell von einer persönlichen Überschuldung betroffen sind. Darüber hinaus möchte die Fraktion wissen, welche kostenneutralen Mittel und Instrumente die Stadtverwaltung hat, diesen Menschen in ihrer akuten Verschuldungssituation zu helfen und sie zu unterstützen, aus dieser Lage wieder heraus zu kommen. Aber ebenso wichtig wäre es, sie präventiv vor der Annahme vermeintlich günstiger Finanzierungsangeboten zu warnen und somit zu schützen, heißt es in einer Mitteilung.

Die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion und Mitglied im Sozialausschuss Silke Pescher meint dazu: "Sicher ist es nicht die Aufgabe der Stadt, die Beratung von Bürgern durchzuführen. Jedoch sollte es auch im Sinne der Stadt sein, dass ihre Bürger von Informationsmöglichkeiten erfahren, die sie rechtzeitig in die Lage versetzen, sich zum Beispiel vor Abschluss von Verträgen über deren Auswirkungen kundig zu machen." Es sei festzustellen, dass durch die gebührenabhängige Nutzung von mobilen Kommunikationsgeräten die Zahl der jungen Menschen, die dadurch in eine Überschuldungssituation geraten, ständig zunehme. Die FDP-Fraktion möchte wissen, welche Informationen und Kurse Schülern in den Schulen zum Thema Umgang mit Geld und in wirtschaftlichem Haushalten angeboten werden. Für ebenso wichtig hält die FDP-Fraktion die Notwendigkeit, dass auch Telekommunikationsunternehmen, Banken und Sparkassen - insbesondere jungen Kunden - Beratung und Hilfen zum Umgang mit Geld und zu wirtschaftlichem Haushalten anbieten, heißt es weiter.

(NGZ)
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