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Kaarst: Fall Bärbel A.: Ermittlungen eingestellt

Kaarst : Fall Bärbel A.: Ermittlungen eingestellt

Seit zwei Jahren sucht die Polizei nach der Leiche der verschwundenen Kaarsterin Bärbel A.: in Frankreich, der Schweiz, Holland und Deutschland. Auch im Rhein-Kreis Neuss und übers Fernsehen haben die Ermittler nach Hinweisen geforscht, bislang ohne Erfolg.

Der 65 Jahre alte Ehemann von Bärbel A. steht unter Verdacht, etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben. Doch ohne Leiche können sich die Ermittler noch nicht einmal sicher sein, ob die 59-Jährige auch tatsächlich tot ist. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf die Ermittlungen eingestellt.

Zur Erinnerung: Am 4. Mai 2009 hatte der Ehemann in Südfrankreich die Polizei alarmiert. Sie seien überfallen, seine Frau verschleppt worden, erklärte er damals. Nach einer Suchaktion der französischen Polizei widerrief er später seine Aussage, erklärte, seine Frau sei aufgrund von Depressionen bei Düsseldorf in den Rhein gesprungen, habe Selbstmord begangen.

Wasserleiche im Rhein

Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf hält es unterdessen nach wie vor für möglich, dass der Mann seine Frau getötet und die Leiche versteckt hat. Beweisen kann sie es ihm nicht. Ermittler Christoph Kumpa: "In der Regel taucht eine Wasserleiche im Rhein irgendwann auf. So abstrus die Geschichte auch klingt — derzeit können wir seine Selbstmord-Behauptung nicht widerlegen."

(NGZ)