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Kaarst: Fachausschuss stimmt Schulauflösungen zu

Kaarst : Fachausschuss stimmt Schulauflösungen zu

Der Schulausschuss hat am Donnerstag für den Antrag auf Einrichtung einer Gesamtschule am bisherigen Standort der Haupt- und Realschule in Büttgen sowie deren vorbehaltliche Auflösung gestimmt. Dass der Stadtrat das in seiner nächsten Sitzung Ende Oktober ebenfalls tun wird, gilt als sicher.

Damit hätte die Stadt alles getan, um die für Kaarst neue Schulform auf den Weg zu bringen. Über den Antrag entscheidet anschließend die Bezirksregierung, voraussichtlich bis zum Jahresende. Bestehen — wovon Politik und Verwaltung derzeit ausgehen — gegen die Gründung keine Bedenken, müssten sich im Frühjahr 2013 mindestens 100 Schüler für die neue Schule anmelden. Ist das der Fall, gilt die Gesamtschule als gegründet, die Hauptschule und die Elisabeth-Selbert-Realschule würden auslaufen.

Eine Neustrukturierung der Kaarster Schullandschaft ist nötig, weil die Hauptschule in Büttgen seit Jahren wegen geringer Anmeldezahlen um den Fortbestand kämpft. Eltern von allen Kaarster Erst- bis Drittklässlern wurden deshalb im Frühjahr von der Verwaltung gefragt, an welcher Schule sie ihr Kind nach der vierten Klasse anmelden würden: an einer Sekundarschule oder an einer Gesamtschule. Das Votum fiel eindeutig für die Gesamtschule aus.

Diese soll zunächst mit vier Zügen starten, die beiden Gymnasien und die Realschule in Kaarst weiterbestehen. Die Verwaltung, sagt Schuldezernent Heinz Dieter Vogt, stütze diese Empfehlung zum einen auf den aktuellen Schulentwicklungsplan, zum anderen auf die Zahlen aus der Elternbefragung. Auch habe die Stadt Korschenbroich, die die Errichtung einer Sekundarschule und eine Kooperation mit der Kaarster Gesamtschule plant, ihre Zustimmung nur unter dem Vorbehalt der Vierzügigkeit gegeben. Robert Begerau (Grüne) gab im Ausschuss zu bedenken, dass die Stadt der Selbstverpflichtung, dem Elternwillen nachzukommen, bei mehr als 100 Anmeldungen mit einer Vierzügigkeit nicht nachkommen könne.

Beschlossen wurde auf Antrag der CDU auch, dass Eltern und Schüler der Haupt- und Realschule bis Ende Oktober über den Stand der Dinge informiert werden. Eine Infoveranstaltung für Viertklässler findet am 4. Dezember statt.

(NGZ/ac)