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Kaarst: Ex-Effershof-Wirt eröffnet in Kaarst

Kaarst : Ex-Effershof-Wirt eröffnet in Kaarst

Im "Mare e Monti" ist ein neuer Wirt. Das muss genauer erklärt werden, aber unter diesem Namen wissen die meisten Kaarster Bescheid, welche Gaststätte gemeint ist. Denn das Restaurant "Mare e Monti" verschwand schon vor Jahren von der Broicherdorfstraße 32.

Zwischenzeitlich hieß es Kaarster Wirtshaus und Pfeffermühle, zuletzt nutzte der Partyservice Kaumanns rund fünf Jahre die Immobilie für sein Geschäft. Als "Gasthaus Ambiente" kehrt das Restaurant nun zur eigentlichen Bestimmung zurück. Der neue Pächter ist ein alter Bekannter der lokalen Gastro-Szene: Jörg Schweren. Der 42-Jährige war zuletzt Wirt des Effershof in Vorst.

Damals war es keine einfache Aufgabe, die einzige Gaststätte im Ort zu betreiben. Anfang vergangenen Jahres musste Schweren sogar Insolvenz anmelden. "Wir waren aber wieder auf einem guten Weg, und zuletzt lief es auch nicht schlecht", sagt er. Aber der Inhaber meldete Eigenbedarf an und führt seitdem den Effershof.

Auf der Suche nach einer neuen Wirkungsstätte bekam Koch Peer Hentschel den Tipp, dass das Restaurant im Broicherdorf leer steht. Schnell war man sich mit der Eigentümerfamilie einig, und auch der Name ergab sich fast von selbst. "Jeder, der sich die Räume anschaute, sagte uns, dass hier ein ganz anderes Ambiente sei als in Vorst", erzählt Jörg Schweren. Schweren und Hentschel arbeiten bereits seit zehn Jahren zusammen. Somit herrscht im Betrieb eine eingespielte Arbeitsteilung. Pächter Jörg Schweren ist für den Service verantwortlich, Peer Hentschel ist der Küchenchef. Ihren Gästen bieten sie eine moderne deutsche Küche. "Dennoch sind auch alle willkommen, die sich nur auf ein Bier treffen möchten", sagt Jörg Schweren.

Obwohl sich das Restaurant nicht unbedingt in präsentester Lage befindet, bauen Wirt und Küchenchef auf das große Einzugsgebiet. Auch die Nähe zur Gaststätte "Haus Broicherdorf" sehen sie nicht als gefährliche Konkurrenz. "Wenn die Gastronomen untereinander viel mehr zusammenhalten würden, stünden auch alle besser da", meint Peer Hentschel. Zurückblickend seien auch die fehlenden Mitbewerber in Vorst das Problem gewesen, weshalb das Geschäft im Effershof nicht immer einfach war.

(stef)