Erste "Blech-wech"-Sammelstelle in Kaarst eingerichtet

Kronkorken für den guten Zweck : Erste „Blech-wech“-Sammelstelle in Kaarst eingerichtet

Seit Sonntag gibt es jetzt auch eine Blech-wech-Sammelstelle in Kaarst. Die Initiatorin hat erkannt, dass Kornkorken zum Wegwerfen viel zu schade sind, weil man mit ihnen anderen Menschen helfen kann.

Alexandra Rybarski gilt als Kölns ungekrönte Kronkorkenkönigin, und sie war am Sonntagmittag in ihrer Kornkorken-Mission in Kaarst.

Die Initiatorin von „Blech wech“ hat erkannt, dass Kornkorken zum Wegwerfen viel zu schade sind, weil man mit ihnen anderen Menschen helfen kann. Zuerst wurden die Kronkorken nur in Köln gesammelt, nach und nach kamen gut ein Dutzend weitere Sammelstellen in der Peripherie der Domstadt hinzu – und seit Sonntag gibt es jetzt auch eine Blech-wech-Sammelstelle in Kaarst, und zwar auf dem Grundstück Heinrich-Hertz-Straße 33.

Das ist das Haus Heinrich-Hertz-Straße/Ecke Büttgener Straße. Dort arbeitet Markus Zingraf als Steuerberater. Der begeisterte Schütze hatte von der Aktion von Thomas Gesell gehört, einem Schützenbruder aus Holzbüttgen, der im Sommer Minister war und seine Firma im äußersten Kaarster Westen hat – zu abgelegen für eine zentrale Sammelstelle. „Wir hätten uns auch nach einem Platz für die Sammelbox auf einem städtischen Grundstück bemühen können, haben dann aber diese Lösung vorgezogen“, erklärte Markus Zingraf. Voll ist der Behälter dann, wenn rund 50 Kilogramm Kronkorken eingeworfen wurden. Thomas Gesell, der zu Beginn des Schützenfestes von einem einzigen Sammler 40.000 Kronkorken übergeben bekommen hatte, musste feststellen: „Nach dem Schützenfest war längst noch nicht Schluss – die Menschen geben immer noch kleine und größere Tüten voller Kronkorken ab oder stellen sie einfach vor die Haustür.“

Zingraf freut sich, dass das Düsseldorfer Entsorgungsunternehmen die Fahrt nach Kaarst sponsert, damit aus der Verwertung der Kronkorken möglichst viel Geld übrigbleibt für einen guten Zweck. Mit Weißblech sind derzeit rund 140 Euro pro Tonne zu verdienen. Unterstützt werden mit dem Erlös SOS-Kinderdörfer. Kids in einem Kinderdorf im liberianischen Monrovia werden mit den Spenden aus Köln unter anderem gegen Masern, Tetanus und Polio geimpft.