Trinkwasserleitung in Kaarst beschädigt Erneuter Rohrbruch innerhalb weniger Wochen

Kaarst · Am Pillauer Weg sorgte ein Riss in der Trinkwasserleitung für Überschwemmungen. Die Kreiswerke Grevenbroich kümmerten sich umgehend um den Schaden. Wie Anwohner auf den Vorfall reagieren.

 Die beschädigte Trinkwasserleitung am Pillauer Weg in Kaarst wurde umgehend abgesperrt und repariert.

Die beschädigte Trinkwasserleitung am Pillauer Weg in Kaarst wurde umgehend abgesperrt und repariert.

Foto: Bärbel Broer

Am Montag sorgten Wassermassen für Aufsehen. Während in vielen Teilen Deutschlands Regenfälle der Grund waren, beschäftigten sich die Mitarbeiter der Kreiswerke Grevenbroich jedoch mit einem anderen Problem: Am Pillauer Weg in Kaarst sorgte ein Riss in der Trinkwasserversorgungsleitung für Überschwemmungen.

„Gegen 14 Uhr ging die Meldung bei uns ein“, wie Wolfgang Maaßen, Meister bei den Kreiswerken Grevenbroich, berichtet. Daraufhin wurde umgehend ein Tiefbauunternehmen verständigt, welches die Leitung in einer Tiefe von 1,20 Meter freilegte und das beschädigte Stück austauschte, sodass um 22 Uhr wieder Wasser fließen konnte.

Nichtsdestotrotz wurden die acht betroffenen Wohnhäuser von dem plötzlichen Wassermangel überrascht: „Man hätte den Anwohnern direkt Bescheid geben müssen. Ich musste erst auf die Handwerker zugehen und fragen, was los ist“, sagt eine Anwohnerin. Eine weitere Anwohnerin empfand den Vorfall als „total ärgerlich, weil es aus dem nichts kam“. Innerhalb weniger Monate ist es bereits die zweite beschädigte Trinkwasserleitung in der Stadt. Nach Auskunft der Kreiswerke kam es am 21. Juni auch in der Oststraße zu einem Rohrbruch.

Laut den Kreiswerken könnten unterschiedliche Gründe wie zum Beispiel Materialermüdung hierfür verantwortlich sein. „Das Leitungsnetz selbst kann man auf solche Schäden aber nicht prüfen“, erklärt Maaßen. Lediglich die Absperrorgane an den Leitungen ließen sich kontrollieren. Darüber hinaus ließen sich Schäden wie diese nicht vorhersehen, ergänzten die Kreiswerke.

Doch für die betroffenen Anwohner war gesorgt: „Wir haben einen Tankwagen mit 100 Litern Frischwasser vor Ort zur Verfügung gestellt.“ Auch ein Anwohner bestätigte: „Man konnte sich das Wasser einfach abholen, insgesamt war es gut organisiert.“ Die wenigsten machten von dieser Möglichkeit aber Gebrauch. Andere bemerken bis auf eine verschmutzte und abgesperrte Straße nichts von dem Vorfall.

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