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Kaarst: Elke Beyer verlässt "CDU-Brunnenverein"

Kaarst : Elke Beyer verlässt "CDU-Brunnenverein"

Das gemeinsame Ziel, die Komplettsanierung der schwer heruntergekommenen Brunnenlandschaft vor dem Büttgener Rathaus möglichst bis zum kommenden Jahr auf die Beine zu stellen, hat nicht lange zusammengeschweißt.

In einer offiziellen Pressemitteilung der SPD hat Fraktionschefin Elke Beyer in dieser Woche ihren Austritt aus dem gerade erst vor zwei Monaten gegründeten Förderverein Büttgener Brunnenlandschaft erklärt.

Mit zunehmendem Befremden, schreibt Beyer, habe sie feststellen müssen, dass die Außendarstellung des Vereins seit seiner Gründung lediglich darauf ziele, einen Kreis Kaarster CDU-Prominenz werbewirksam in den Medien zu präsentieren. Das habe inzwischen dazu geführt, dass er von vielen Bürgern keineswegs als überparteiliches Engagement, sondern vielmehr als eine Initiative der CDU empfunden werde. "Der Grund für meinen Eintritt", sagt Beyer, "war der Wunsch, an der Realisierung der bereits von der SPD geforderten Vollsanierung des Brunnens im Kreise Gleichgesinnter aktiv mitzuhelfen. Dass es im Verein durchaus Menschen gibt, die sich im Hintergrund und mit besten Absichten für die Sache einsetzen, ist mir bewusst."

Die Nachricht vom angestrebten Austritt ging Vereinsvorsitzendem Jürgen Steinmetz zum selben Zeitpunkt wie der Presse zu. Über die Tatsache an sich und das Vorgehen, sagt er, sei er schon überrascht. "Wir haben die Neutralität unseres Fördervereins immer betont. Das Thema Parteilichkeit bringt allein Frau Beyer in die Diskussion." Grundsätzlich, sagt Steinmetz, sei jedes Mitglied, das die Ziele des Vereins unterstütze, auch willkommen. "Dabei schauen wir nicht auf parteipolitische Hintergründe. Auf der anderen Seite ist es aber so, dass sich bestimmte Menschen stärker engagieren als andere. Und wenn das auch noch hohe Funktionsträger sind, dann kann das für den Verein nur gut sein — weil es andere motiviert, dem Beispiel zu folgen."

(NGZ/rl)