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Ziele der modernen Verwaltungsarbeit: Eine vitale Stadt mit guten Perspektiven

Ziele der modernen Verwaltungsarbeit : Eine vitale Stadt mit guten Perspektiven

"Kaarst ist eine aufstrebende und vitale Stadt mit guten Perspektiven." Zu dieser Einschätzung kam Bürgermeister Franz-Josef Moormann in der jüngsten Ratssitzung, als er den Fraktionen vor der Einbringung des Haushaltes 2001 ein paar "grundsätzliche Bemerkungen" mit auf den Weg gab.

Der Verwaltungschef stellte fest: "Wir haben eine aktive Bürgerschaft." Dies zeige sich an Projekten wie dem geplanten Sport- und Gesundheitszentrum der SG Kaarst, der Belebung des neu eröffneten Büttgener Hallenbades durch die Vereine, aber auch an den Aktivitäten der Kaarster Schützenbruderschaft, der Gründung des Fördervereins Braunsmühle und der positiven Resonanz auf das Netzwerk-Projekt "Für Toleranz - gegen Gewalt".

Moormann: "Kaarst ist eine Bürgerstadt." Auch die Verwaltung habe Bemühungen hin zu einer stärkeren Bürger-Orientierung unternommen: beispielsweise die Einrichtung der "Service-Stelle Grundwasser" und des Büros "Planen und Bauen". Moormann griff die allgemeine Diskussion über die "moderne Verwaltung" auf und sprach vom Leitbild des "aktivierenden Staates", der die Selbstregulierungs-Potenziale der Gesellschaft fördere. Für die "Bürger-Kommune", zu der Kaarst sich entwickeln wolle, seien der soziale Zusammenhalt und die Mitwirkung einer Vielfalt von Akteuren von großer Bedeutung.

Moormann zeigte die Nahziele auf zur weiteren Verbesserung der Verwaltungs-Leistung: Gefragt seien eine stärkere Vernetzung des Denkens und Handelns in der Verwaltung und der Ausbau der Beteiligungskultur. Die Stadt müsse auch ihre Kompetenz im Bereich der elektronischen Kommunikation mit den Bürgern verbessern und in Organisations-Angelegenheiten noch mehr Flexibilität an den Tag legen. Vor dem Hintergrund zahlreicher realisierter Projekte - wie Kindergarten-Erweiterungen, VHS-Umbau - zog der Bürgermeister Bilanz: "Wir haben erfolgreich gearbeitet."

Für die Zukunft sei ein Leitbild für die Stadt Kaarst gefragt, das auf konkrete Ziele ausgerichtet sein müsse. Der Bau der neuen Feuerwache, die Erweiterung der beiden Realschulen, der Ausbau der Pampusschule, die Gründung der Stadtwerke - dies seien zukunftsgerichtete Projekte, die die Stadt realisieren wolle. Franz-Josef Moormann: "Damit haben wir eine Zukunftsperspektive, die viele Jahre nach vorn greift."

Neue Projekte dürften aber nur dann in die stadtpolitische Agenda aufgenommen werden, wenn zugleich deren Einordnung in die Finanzplanung erfolge. "In den offenen Diskurs über Politik-Ziele gehört deshalb unbedingt die Finanzierungsfrage", so der Verwaltungschef. Die für den Haushalt 2001 vorgesehenen Kreditaufnahmen in Höhe von 4,5 Millionen Mark habe die Stadt in Kauf genommen, "weil wir die genannten Projekte für politisch verbindlich in Aussicht gestellt halten". Darüber hinaus sei "wenig finanzieller Spielraum für ganz neue stadtpolitische Projekte" gegeben. czek