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Kaarst: Eine Ehrengabe für engagierte Kaarster

Kaarst : Eine Ehrengabe für engagierte Kaarster

Für ihre uneigennützige Arbeit wurden zwei Frauen und ein Verein mit der Ehrengabe der Stadt ausgezeichnet.

Kaarst Auf die Nächstenliebe fällt gerade in der Vorweihnachtszeit ein besonderes Augenmerk. Deshalb gibt es den Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember, deshalb ehrt die Stadt Kaarst dann Mitbürger für ihre langjährige uneigennützige Arbeit. "Wer ein Ehrenamt übernimmt, für den ist das Gemeinwohl das Ziel. Er möchte sich nicht nur selbst in seiner Arbeit wiederfinden, sondern etwas Gutes kreieren", sagte Bürgermeister Franz-Josef Moormann in einer Feierstunde. Zwei Personen und ein Verein wurden dieses Jahr mit der Ehrengabe der Stadt ausgezeichnet.

Die gute Seele des Seniorenheims St. Aldegundis ist ohne Zweifel Annemarie Wiebusch. Seit 1986 ist sie ehrenamtlich im Besuchsdienst tätig, hilft bei Feiern und Ausflügen. Aber vor allem bringt man die rüstige Dame mit der offenen Cafeteria des Hauses in Verbindung. Seit 1989 hat sie jeden Monat stattgefunden. Als durch den Umbau die Bewohner übergangsweise in Rommerskirchen wohnten, brachten Wiebusch und ihr Team den selbst gebackenen Kuchen eben dorthin. Nach der 250. Cafeteria im Sommer lud sie unlängst zum Adventscafé ein. Für 120 Plätze war eingedeckt, und trotzdem wurde es eng. Die Cafeteria besuchen auch Gäste und ist damit eine gelungene Integration der Bewohner ins Gemeindeleben. "Wir erleben hier, dass im Heim nicht alles traurig und schwermütig ist. Wir haben auch viel zu lachen", sagte Annemarie Wiebusch.

Cafeteria ist auch das Stichwort bei Maria Zemlicka. Die Kaarsterin engagierte sich zwölf Jahre in der Elternvertretung des Albert-Einstein-Gymnasiums, davon war sie acht Jahre Schulpflegschaftsvorsitzende. Viele Projekte rief sie in dieser Zeit ins Leben, doch besonders die Einrichtung der Cafeteria ist eng mit ihr verbunden. Von der Idee über die Planung bis zur Ausführung begleitete sie das Projekt. "Ich bin dankbar für diese Zeit und werde mein Leben lang davon profitieren. Dass der Vorschlag zur Ehrung aus der Elternschaft kam, zeigt, dass wir einen guten Zusammenhalt haben.", so Zemlicka. Auch nach dem Abitur ihrer Kinder arbeitet sie in der Cafeteria und engagiert sich im Förderverein der Schule.

"Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß", zitierte Bürgermeister Moormann den Dichter Friedrich Schiller: Die Sanierung der Brauns-Mühle und ihr Museumsbetrieb wäre dagegen ein großes Werk, das nur gemeinschaftlich zu schaffen sei, so Moormann.

Deshalb nahm Vorsitzender Ansgar Leitzke stellvertretend für die gesamte Fördergemeinschaft Brauns-Mühle die Ehrengabe entgegen. Im Jahr 2000 gegründet, konnte 2004 die Mühle für das Publikum geöffnet werden. Heute zählt der Verein 300 Mitglieder. "Vor allem Neu-Büttgener treten bei uns ein", sagte Leitzke. Als Ausflugsort und Treffpunkt sei die Mühle ein lebendiges Denkmal geworden

(NGZ)