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Kaarst: Ein sportliches Jahrhundert

Kaarst : Ein sportliches Jahrhundert

Beide großen Breitensportvereine – der VfR Büttgen und die SG Kaarst – feiern 2012 ihr 100-jähriges Bestehen. Das beweist, dass Bewegung für die Kaarster immer schon eine große Rolle gespielt hat. Im Laufe der Jahrzehnte haben sie immer wieder neue Sportarten entdeckt.

Beide großen Breitensportvereine — der VfR Büttgen und die SG Kaarst — feiern 2012 ihr 100-jähriges Bestehen. Das beweist, dass Bewegung für die Kaarster immer schon eine große Rolle gespielt hat. Im Laufe der Jahrzehnte haben sie immer wieder neue Sportarten entdeckt.

VfR Büttgen: neun Abteilungen, 1600 Mitglieder. SG Kaarst: 24 Abteilungen, 6000 Mitglieder. Beide großen Breitensportvereine feiern 2012 ihr 100-jähriges Bestehen. Das beweist, dass Bewegung für die Kaarster immer schon eine große Rolle gespielt hat.

Im Laufe der Jahrzehnte haben sie immer wieder neue Sportarten entdeckt. Die NGZ hat einen Blick auf die Fotos der VfR-Vereinschronik geworfen und gestaunt — wie Sport vorgestern und gestern so ausgesehen hat.

Dazu muss man wissen: Um das Jahr 1910 herum war Fußball ziemlich unpopulär und in Büttgen im Grunde auch wenig bekannt. Mit der Gründung des "Vereins für Rasensport" 1912 wurde das dann anderes. Der VfR war erstmal ein reiner Fußball- und Leichtathletikverein.

1913 nahmen Büttgener Sportler an einem von der Deutschen Turnerschaft organisierten Stafettenlauf von Waterloo nach Leipzig teil. Anlass war die Einweihungsfeier des Leipziger Völkerschlachtdenkmals. Später, in den 1950er und 1960er Jahren, brachte die Fußballabteilung große Spieler hervor. Der Bekannteste, Berti Vogts, spielte von 1954 bis 1965 beim VfR.

Das Jahr 1962 bescherte den Kaarstern dann eine neue Lieblings- und Erfolgssportart: das Radfahren. Im Jubiläumsjahr 2012 besteht die Abteilung seit 50 Jahren. Zu den größten Erfolgen zählen neben den Olympiasiegen von Udo Hempel 1972 und Günther Schumacher 1972 und 1976 auch mehrere Weltmeistertitel.

Seither, kann man sagen, ist Kaarst ein bisschen radsportverrückt. Was nicht bedeutet, dass nicht auch Basketball, Handball, Tischtennis oder Tennis gespielt wird. Insgesamt neun Abteilungen hat der VfR heute. Speedskating gehört seit 2008 dazu. Mit Wahnsinnsgeschwindigkeit rasen die Skater über die Straße. Schneller jedenfalls, als die Teilnehmer des 1913er-Staffettenlaufs.

(NGZ)