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Kaarst: Ein Pflegenetzwerk für Kaarst

Kaarst : Ein Pflegenetzwerk für Kaarst

Die Senioren Initiative Kaarst hat soziale Dienstleister und Einrichtungen der Stadt in einem Netzwerk zusammengeführt. Ziel soll es sein, dass sich die Mitglieder im Notfall gegenseitig unterstützen und aushelfen.

Kaarst bereitet sich aufs Älterwerden vor, und zwar an verschiedenen Fronten. Im Juli hat der Stadtrat Hans-Dieter Schmitz zum offiziellen Seniorenbeauftragten bestellt. Für die Kaarster soll er künftig Ansprechpartner für alle Seniorenfragen sein. Die zentrale Beratung ist eines von Schmitz wichtigsten Aufgabenfeldern, genauso wie die Initiierung, Förderung und Koordinierung von Ehrenamtlichen, Selbsthilfe- und Initiativgruppen – Ziele, die jenen der Senioren Initiative Kaarst (SIK) sehr ähnlich sind. Seit seiner Gründung in 2010 hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben, Politik für ältere Menschen in Kaarst zu machen, allerdings im vorparlamentarischen Raum. Neueste Aktivität ist der Aufbau eines Kaarster Pflegenetzes.

Dessen Mitglieder sind bislang die drei bestehenden Alten- und Pflegeheime – das Vinzenz-Haus, das Johanniter-Stift und das Aldegundis-Heim –, die Hospizbewegung Kaarst sowie verschiedene Hilfsorganisationen und private Dienste. "Wesentliches Ziel dieses Netzwerks ist es, dass die einzelnen Dienste sich und ihre Angebote kennenlernen und jeder weiß, welche Leistungen die anderen erbringen, um sich bei Engpässen oder in Notsituationen gegenseitig helfen zu können", sagt Manfred Stranz von der SIK. "Darüber hinaus sollen Patienten und Angehörige für den Fall, dass die ausgewählte Einrichtung oder der ausgewählte Betrieb die nötige Leistung im Moment nicht erbringen kann, kompetent an eine andere Einrichtung weitergeleitet werden."

Betroffene bekommen damit eine Übersicht über – im Idealfall alle – sozialen Einrichtungen und Dienstleiter, die in Kaarst Gesundheits- und Pflegeleistungen erbringen. Eine Broschüre, die sämtliche Mitglieder des Pflegenetzwerks und ihre Spezialgebiete vorstellt, will die Senioren Initiative in einigen Wochen herausbringen. "Diese Broschüre", sagt Stranz, "wird dann aber nur die Arbeit der im Netz befindlichen Einrichtungen und Dienstleister dokumentieren." Weitere Mitglieder könnten sich jederzeit anschließen.

Damit soll es aber noch nicht getan sein. Fachvorträge, Schulungen und öffentliche Informationsveranstaltungen des Pflegenetzwerks sind in Planung. "Die Koordination", sagt Manfred Stranz, "übernimmt die Senioren Initiative – jedenfalls in der ersten Zeit."

(NGZ)