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Wettbewerb um bestes Signet: Ein Logo für die aufstrebende Stadt

Wettbewerb um bestes Signet : Ein Logo für die aufstrebende Stadt

Von Bettina Holleczek

Von Bettina Holleczek

Für Kaarst ist das Beste gerade gut genug: "Man darf keine Kompromisse schließen", meinte Bürgermeister Franz-Josef Moormann am Mittwoch und zeigte das Ziel bei der Entwicklung eines Signets für die Stadt Kaarst auf: "Das Stadt-Logo soll Aufmerksamkeit für die Anliegen unserer vitalen und aufstrebenden Stadt wecken." Im Wettbewerb ringen jetzt noch zwei von sechs Agenturen um die repräsentativste "Merkspur". Mindestens so markant wie das Kaarster Rathaus soll das künftige Signet für die Stadt Kaarst werden. Zwei Agenturen überarbeiten jetzt noch einmal ihre ausgewählten Entwürfe für ein werbewirksames Stadt-Logo. NGZ-Foto: L. Berns -->

"Wir sind im kreativen Prozess einen ganz wesentlichen Schritt weiter gekommen", erklärte Bürgermeister Franz-Josef Moormann am Mittwoch, nachdem die von der Stadtverwaltung zu dem Wettbewerb eingeladenen sechs Agenturen am Abend zuvor ihre Logo-Entwürfe präsentiert hatten. Nach intensiver Diskussion hatte eine 13-köpfige Jury aus fachkundigen Bürgern unter der Leitung von Professor Klaus Winterhager (Ruhrakademie in Schwerte) und Professorin Monika Hagenberg (Fachhochschule Niederrhein) zwei Vorschläge für ein Signet ausgewählt.

Wirtschaftsförderer Dieter Güsgen erläuterte, die Jury sei aus Meinungsbildnern, Unternehmern, Künstlern, Frauen und Männern, Vertretern aller Stadtteile zusammengestellt worden. Güsgen war begeistert vom Ergebnis der ersten Jurierungsrunde: "Die Ideen waren klasse." Und Moormann zeigte auf: "Wir haben zwei wirklich gute Entwürfe, auf denen wir aufbauen können." Stadt-Pressesprecher Klaus Stevens: "Wir haben den Agenturen einen Monat Zeit zur Überarbeitung der Entwürfe gegeben." Im Laufe des Septembers soll die Jury dann den besten Vorschlag auswählen, über dessen weiteres "Schicksal" noch die Fachausschüsse entscheiden sollen.

"Man kann ja nicht zu kurz springen, schließlich ist das eine Sache, die für lange Zeit verankert werden soll", erläuterte Klaus Stevens den zeitaufwändigen Prozess, der nicht zuletzt dem Stadtmarketing Auftrieb geben soll. "Wir verkaufen das Produkt Stadt, so wie sich jedes andere Wirtschaftsunternehmen verkauft", erklärte Wirtschaftsförderer Güsgen. Zu Werbezwecken sei das Signet "gerade im Bereich der Wirtschaftsförderung wichtig". Güsgen verbindet mit einem innovativen Logo auch: "Die Nachfrage nach dem Standort Kaarst wird ja dann hoffentlich steigen." In jedem Fall solle das Logo "auch auf den wirken, der nicht aus Kaarst kommt - egal ob er in Königswinter oder in Sydney wohnt", so Güsgen.

Und Moormann wies darauf hin: "So ein Stadt-Logo muss die Chance haben, Konkurrenz auszuhalten." Professor Winterhager hatte der Jury aufgezeigt: Damit ein Stadt-Signet zur einprägsamen "Merkspur" werden könne, sei eine Vielzahl von Kriterien zu berücksichtigen - darunter eine gute Außen- und Innenwirkung, eine überzeugende Ästhetik und die Zweckmäßigkeit im Hinblick auf den vielfältigen und wirtschaftlichen Einsatz, vom städtischen Briefbogen bis zur Verwendung des Logos im Internet. "Das Logo soll unsere Stadt in ihrem Selbstverständnis kreativ, bunt und vielfältig darstellen", so Moormann. Er räumte aber schmunzelnd ein: "Ob dadurch ein Steuerbescheid angenehmer wird, da habe ich meine Zweifel."