Ein Besuch bei den Kaarster Sportfischern

Angelsport in Kaarst : Ein Besuch bei den Kaarster Sportfischern

Heute ist „Tag der Fische“. Im Kaarster See leben unter anderem Hecht, Wels, Zander und Brassen.

Doch, er isst sie auch. Karsten Silberbach, seit 1983 dem Angelsport „verfallen“ und seit zwei Jahren erster Vorsitzender des 1938 gegründeten Sportfischer-Vereins Kaarst, hat gleich zwei passende Rezepte für gefangene Fische parat: „Aale kommen in den Räucherofen, das Fleisch von kleineren Fischen wird oft durchgedreht und dient als Grundlage für Frikadellen“, erklärt der 47-jährige, der als Industriemeister beim Chemie-Riesen BASF tätig ist.

Sein Herz schlägt aber für Tiere und Natur – kein Wunder bei „drei studierten Biologen in der Familie: meine Mutter und meine beiden Schwestern“, sagt Karsten Silberbach und lacht. Beim Angelsport steht für ihn und die übrigen 73 Mitglieder – sie sind zwischen zehn und 86 Jahre alt – des Sporfischer-Vereins Kaarst die Ruhe an erster Stelle. Heute ist „Tag der Fische“, der jährlich begangen wird.

Ein klassischer Verein mit entsprechendem Heim seien sie nicht, erklärt Silberbach. Ihr „Zuhause“ sind der kleine und große Kaarster See, die mit überraschend vielfältigem Fischreichtum an Süßwasserfischen aufwarten. Dort leben Raubfische wie Hecht, Wels, Zander und diverse Barscharten sowie Karpfen, Schleien und Brassen, die als Friedfische gelten.

Die Angler lassen sich in zwei Gruppen aufteilen. Die eine angelt eher aus Spaß und entlässt gefangene Fische wieder in die Freiheit. „Zander, Aale und Hechte, die kleiner als 50 Zentimeter sind, müssen auf jeden Fall zurückgeworfen werden“, erläutert Vereinsvorsitzender Karsten Silberbach. Die Mehrzahl der Angler verzehrt das gefangene Gut aber – da jeder einen Bundesfischerschein nach entsprechender Prüfung ablegen muss, ist auch der sichere Umgang mit Betäuben und Abstechen der Fische gewährleistet.

Kein „Anglerlatein“ ist das Erlebnis eines blutigen Anfängers, der beim ersten Versuch gleich einen über einen Meter großen Hecht an Land zog, obwohl sein Köder für einen Karpfen gedacht war, erzählt Silberbach. Sein größter Fang war vor zwei Jahren ein 1,12 Meter langer Wels. Ein ganz schöner Brocken aus dem See.

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