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Kaarst: Echter "Küfen" für die Schule

Kaarst : Echter "Küfen" für die Schule

NGZ-Karikaturist Wilfried Küfen hat die GGS Vorst besucht und den Preis für das große "Kaarst-Rätsel" – eine gerahmte Original-Karikatur – überbracht. Anschließend durften die Schüler den Künstler mit Fragen löchern.

NGZ-Karikaturist Wilfried Küfen hat die GGS Vorst besucht und den Preis für das große "Kaarst-Rätsel" — eine gerahmte Original-Karikatur — überbracht. Anschließend durften die Schüler den Künstler mit Fragen löchern.

Wilfried Küfen brachte Farbkasten und Feder mit. Dann zeigte er den Schülern, wie eine Karikatur entsteht. Foto: Berns, Lothar (lber)

Möglichst viel Kaarst auf einer einzigen DIN A 4-Seite mit Aquarellfarben und Zeichenfeder unterzubringen, ist schon nicht leicht. Wenn das Ganze am Ende dann auch noch frech, humor- und gleichzeitig liebevoll wirkt, ist das Kunst. Und die beherrscht NGZ-Karikaturist Wilfried Küfen perfekt.

Echte "Erd-Bären"

Als Preis für die Lösung des "Großen Kaarst-Rätsels" in der NGZ-Sonderbeilage "Wir sind Kaarst" schuf der gelernte Schaufenster-Dekorateur eigens ein kunterbuntes "Wimmelbild" mit ganz vielen Details, die die Stadt ausmachen: mit dem Rathaus, zum Beispiel, das für Küfen ein bisschen wie eine Konservendose aussieht; mit St. Martin, der wegen des kalten Winters in diesem Jahr ein paar Ersatzmäntel an einer Kleiderstange hinter seinem Pferd herschleppt; mit dem Ikea-Elch, der neckisch hinter einem überdimensionierten Inbusschlüssel hervor lugt.

Gestern besuchte der Karikaturist die stolzen Gewinner, die Klassen 3a, 4a und 4b der Gemeinschaftsgrundschule Vors., um den Preis — die gerahmte Original-Karikatur — persönlich zu übergeben. Anschließend durften die Schüler den Künstler mit Fragen löchern: warum die Bäume im Bild Schultüten tragen? (Weil es in Kaarst eine große Baumschule gibt); was die Bären unten links im Feld zu suchen haben? (Das sind "Erd-Bären") und überhaupt — wie man auf so lustige Ideen kommt? (Küfen: "Man muss alles malen, was nicht normal ist — das ist der Trick.")

Eineinhalb Tage hat der Künstler für das große Kaarst-Werk gebraucht — inklusive Zeit zum Überlegen. Für die Lösung der 14 Fragen des großen Kaarst-Rätsels benötigten die Klassen 3a, 4a und 4b jeweils eine Schulstunde. Die spontane Idee, mitzumachen, hatten Konrektorin Bärbel Forst und ihre Lehrer-Kolleginnen. "Das Thema ,Kaarst'", sagt Forst, "stand sowieso auf dem Stundenplan." Da passte das Rätsel dann ganz prima in den Sachunterricht rein.

Als kleine Lösungshilfe diente den Schülern unter anderem eine Broschüre der Stadt. "Manche Fragen", sagt Niklas aus der 4a, "waren ein bisschen knifflig." Für das Lösungswort ,Schützenkönige' fehlten am Ende zwei Buchstaben. Die steuerte am Ende Niklas bei.

Für die Original-Küfen-Karikatur, die durchaus nicht nur ideellen Wert hat, wollen Bärbel Forst und das Lehrerkollegium jetzt gemeinsam mit den Schülern ein repräsentables Plätzchen finden.

(NGZ)