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Kaarst: Drei Lehrer gestalten Profil der Gesamtschule

Kaarst : Drei Lehrer gestalten Profil der Gesamtschule

Ganz offiziell hat die Bezirksregierung Daniel Wienold, Hermann Köster und Hermann-Josef Sülzenfuß mit der Organisation betraut.

Drei Männer geben der möglichen neuen Gesamtschule Kaarst-Büttgen ein erstes Gesicht. Daniel Wienold, Hermann Köster und Hermann-Josef Sülzenfuß erhielten gestern von der Bezirksregierung die Verfügung zur Durchführung des Anmeldeverfahrens. Sie sind die Ansprechpartner der Eltern und betreuen die Anmeldewoche vom 2. bis 5. Februar 2013.

Die Zusammenstellung dieser Troika liegt nahe: Wienold ist Leiter der Elisabeth-Selbert-Realschule in Büttgen, Köster der benachbarten Hauptschule. Beide würden bei einer Gesamtschul-Gründung auslaufen. Hermann-Josef Sülzenfuß (CDU) ist stellvertretender Vorsitzender des städtischen Schulausschusses und erfahrener Gesamtschullehrer. Er begleitete organisatorisch die Gründung der Maria-Montessori-Schule in Meerbusch.

Zu ihren ersten Aufgaben gehören Einladungen zu Elternabenden und zu einem Tag der offenen Tür sowie die Erstellung von Info-Material. Daniel Wienold, der erst im Sommer an die Elisabeth-Selbert-Realschue wechselte, übernimmt die Federführung und ist damit quasi kommissarischer Leiter der Gesamtschule. "Wie wir uns positionieren und das Profil der Schule gestalten, möchten wir eng mit den Gründungseltern erarbeiten", sagt Wienold.

Ein Schwerpunkt werde schon von Gesetzes wegen die Inklusion sein, weiß Hermann Köster. "Wir werden viel mit Heterogenität zu tun haben. Mir liegen meine Schüler und Lehrer am Herzen, aber ich freue mich auch auf die neue Aufgabe", so der langjährige Büttgener Hauptschulleiter. Auf eine Vernetzung im Gemeinwesen setzt Hermann-Josef Sülzenfuß. Werden die notwendigen 100 Anmeldungen für vier Eingangsklassen der Gesamtschule erreicht, bilden sich Workshops mit Lehrern und Eltern.

Die Bezirksregierung Düsseldorf plant ein Gründungskollegium mit zwölf bis 13 Planstellen, die allerdings von rund 25 Lehrern besetzt werden. "Die neuen Gesamtschullehrer werden auch an Real- und Hauptschule unterrichten müssen", sagt Heinz Gniostko von der Bezirksregierung. Die aktuellen Kollegien sind erste Ansprechpartner für die Behörde.

Die Lehrer können sich auf die neuen Stellen bewerben, als Teil des Gründungskollegiums oder auch nur mit dem Interesse, zuerst ein paar Unterrichtsstunden zu übernehmen. Es werde aber auch neues Personal geben, an Bewerbern sollte es nicht fehlen. "Viele Referendare werden nächstes Jahr fertig. Durch den doppelten Abiturjahrgang sind die Gymnasien eigentlich überbesetzt und haben damit keine freien Stellen", so Gniostko. Im Sommer 2018 würde der letzte Jahrgang beide Schulen verlassen.

Gestern Abend informierte man deshalb die Eltern der Real- und Hauptschule. "Sie haben Sorge, dass die Schule ihres Kindes darunter leidet. Als Schulaufsichtsbehörde werden wir genau darauf achten, dass dies nicht eintritt", sagt Heinz Gniostko. Er rechne für die letzten Jahre sogar mit neuem Schwung für beide Schulen.

(NGZ/rl)