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Kaarst: Die Pferdeflüsterin aus Kaarst

Kaarst : Die Pferdeflüsterin aus Kaarst

Pferdetrainerin Sandra Schneider weiß, weiß, warum ein Pferd sich sträubt. Wenn das Tier zur Gefahr für den Menschen wird, schreitet die Kaarsterin ein. In der TV-Serie "Die Pferdeprofis" spielt sie deshalb eine Hauptrolle.

Wenn sie ziehen, nicht geführt werden wollen und für den Menschen zur Gefahr werden, ist Pferdetrainerin Sandra Schneider zur Stelle, um zu helfen. Denn — die Pferdetrainerin weiß, warum sich ein Pferd sträubt. In der Vox-Serie "Die Pferdeprofis" spielt die Kaarsterin deshalb eine Hauptrolle. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bernd Hackl versucht sie zu helfen, wo sie kann.

"Der gegenseitige Respekt und eine vernünftige Kommunikation zwischen Mensch und Tier sind das Wichtigste", sagt Schneider, die Pferde schon ihr ganzes Leben lang faszinieren. Sie kennt sich aus und weiß, dass fast alle Probleme auf den Umgang der Besitzer mit den temperamentvollen Tieren zurückzuführen sind. Im Februar wurden die "Pferdeprofis" erstmals ausgestrahlt. Die Einschaltquoten waren gut. Deshalb beginnen jetzt die Dreharbeiten für weitere Folgen.

Schneider freut sich, dass sie den Zuschauern Einblicke in ihre Arbeit als Pferdetrainerin gewähren kann. Dafür reist die Kaarsterin sogar jeden Winter für acht Wochen ins südafrikanische Namibia, um dort auf einer 5000 Hektar großen Farm Pferde professionell zu trainieren und alltagstauglich zu machen. Auf die Arbeit mit Pferden aufmerksam wurde die 38-Jährige bei einem Reiterurlaub im spanischen Andalusien.

Auf einer Range in New Mexico sammelte sie erste Erfahrungen bei Profi-Trainern, die Renn- und Rodeopferde ausbildeten. Schon nach fünf Monaten machte sich Schneider als Pferdeausbilderin in Kaarst selbstständig. "Die Entscheidung fiel mir nicht schwer", sagt die 38-Jährige, die für die Arbeit mit ihren Lieblingstieren ihren Bürojob aufgegeben hat. "Die Tiere sind für mich etwas ganz Besonderes und mir tut es im Herzen weh, zu sehen, dass viele Reiter keine harmonische Beziehung zu ihrem Vierbeiner aufbauen können."

Deshalb ist Sandra Schneider ständig auf verschiedenen Pferdehöfen in ganz Deutschland unterwegs. Beispielsweise um Pferdebesitzern zu zeigen, wie man ein Pferd richtig in einen Anhänger verlädt, ohne es zu verschrecken. So betreut sie bis zu acht Kunden am Tag. "Ich möchte mir für jedes Tier Zeit nehmen", sagt die Trainerin, "denn auch ein Pferd muss Stück für Stück lernen, mit Stresssituationen oder Traumata umzugehen."

Ihre Tätigkeit, sagt Schneider, bestehe in erster Linie darin, herauszufinden, wie ein Pferd denkt und warum es mit der Zeit zu einem "Problemfall" geworden ist. Die meisten Schwierigkeiten seien auf einen falschen Umgang mit dem Tier zurückzuführen, sagt die Pferde-Expertin. "Wenn man ein Pferd verwöhnt wie einen Menschen, bekommt es keine Grenzen aufgezeigt und ist sich seiner Überlegenheit bewusst."

(cka)