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Kaarst: Die Junge Sinfonie Kaarst geht neue Wege

Kaarst : Die Junge Sinfonie Kaarst geht neue Wege

Dirigent Christian Dellacher möchte verschiedene Musikstile miteinander verbinden. In diesem Jahr stehen viele Projekte an.

Drei Monate hat Christian Dellacher jetzt die Leitung der Jungen Sinfonie Kaarst inne. Inzwischen haben sich der Dirigent und seine Musiker besser kennengelernt und einen Plan für den Rest des Jahres aufgestellt. Auf gleich mehrere Projekte wird sich nun in den Proben vorbereitet.

"Jedes für sich steht im Zeichen von Integration und Crossover", sagt Dellacher. Die klassische Musik werde zu gegebenen Anlässen ihren Einfluss haben, doch der 28-Jährige möchte vor allem verschiedene Musikstile miteinander verbinden. Dennoch steht die Klassik als Erstes auf dem Programm. Das Feuerwerk zu "Kaarst Total" am Samstagabend (31. August) wird von der Jungen Sinfonie mit Werken von Georg Friedrich Händel begleitet.

Ein gemeinsames Konzert mit der Band "Uwaga!" schwebte Christian Dellacher bereits bei seinem Antritt als neuer Dirigent vor. Die Band interpretiert klassische Stücke mit Klängen des Jazz und der Zigeunermusik. "Dieser experimentelle Charakter soll die Junge Sinfonie in Zukunft ausmachen. Wir möchten progressiv sein und neue Wege gehen", sagt er. Deshalb sehe man auch keine Konkurrenz zu dem Kammerorchester Kaarst oder den Schulorchestern.

Der Auftritt mit "Uwaga!" findet am 27. September im Tuppenhof statt. Am 3. Oktober spielt die Sinfonie ein weiteres Mal für die Stadt Kaarst Werke von Händel. Für den 26. und 27. Oktober sind zwei Konzerte mit der Kaarster Gruppe "In between" im Albert-Einstein-Forum geplant. Das Motto lautet "Pophistorie". Auf die Weihnachtstage stimmt dann am 22. Dezember ein Kinderkonzert mit Musik unter anderem aus "Peter und der Wolf" ein. "Dahinter steht ein integratives Konzept mit mehreren Schulklassen. Die Kinder sollen Bilder für das Konzert malen, sich aber im Kunstunterricht auch mit den Charakterdarstellungen auseinandersetzen", erklärt Dellacher. Die Zeichnungen werden während des Konzerts an die Wand projiziert. Einen Tag später heißt es dann "Silent Night" mit Weihnachtsliedern.

Für all diese Projekte braucht die Junge Sinfonie Kaarst in ihren Reihen noch Verstärkung. Streicher werden besonders gesucht, aber auch exotische Instrumente wären willkommen. "Da ich auch selbst komponiere und arrangiere, kann eigentlich jeder bei uns einen Platz finden", sagt Christian Dellacher. Nähere Informationen gibt es unter 01577 1362124 oder per E-Mail an info@dellacher.de.

(stef)