Die Fußball-WM auf Kaarster Leinwänden

Gefragte TV-Experten: Die Fußball-WM auf Kaarster Leinwänden

Das Unternehmen Grobi TV hat sich auf Großbildleinwände spezialisiert. Die findet man in ganz Europa.

Wenn in Russland der Fußball zur Weltmeisterschaft angestoßen wird, rollt er gut sichtbar bis nach Kaarst: Denn auch hier laden viele Gastronomen zum gemeinsamen Fußballgucken ein. Das geschieht schon längst nicht mehr mit Blick auf einen handelsüblichen Fernseher, mittlerweile müssen Leinwände her, damit das Public-Viewing-Erlebnis perfekt ist. Und diese Leinwände bekommen Kaarster quasi aus der Nachbarschaft. Denn wenn sich einer auskennt mit Großbildleinwänden, dann ist das Patrick Schappert aus Kaarst. 

Was 1999 in einem Keller als Hobby anfing, ist mittlerweile ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Unternehmen mit dem Namen Grobi TV. Der Name leitet sich zum einen von dem ab, wofür das Unternehmen steht: Großbildleinwände. Gleichzeitig ist er eine Hommage an das liebenswerte Monster Grobi aus der Sesamstraße, das die Besucher auch an der Fassade des Firmensitzes an der Industriestraße begrüßt. Dort hat Künstler Thomas Panzer Grobi größentechnisch zum Leben erweckt – aber auch Shrek, Superman, Batman und Spiderman geben sich ein fröhliches Stelldichein, wobei letzterer leicht furchteinflößend aus der Wand zu klettern scheint. Die Figuren lassen ahnen, dass Schapperts Leidenschaft für Film und Fernsehen groß ist: „Wir bieten alles rund um Planung, Installation und Verkauf von kompletten Heimkino-Anlagen“, erklärt der Geschäftsführer, der es sich nicht hat nehmen lassen, gleich in der Firmenzentrale ein perfekt ausgestattetes Heimkino einzubauen. So können die Kunden schon mal testen, wie es sein kann, zu Hause einen eigenen kleinen Kinosaal zu haben.  

Zu den Kunden gehören aber längst nicht nur Kaarster. Filmbegeisterte aus ganz Europa suchten das Unternehmen auf. „Wir sind in Sachen Heimkino mittlerweile führend in Europa.“ Aufmerksam werden die Kunden über den Youtube-Kanal des Unternehmens, auf dem Schappert seine Arbeit quasi dokumentiert. So bekommen die Kunden gleich einen Eindruck, was möglich ist und wer sich eigentlich so ein „Kino im Wohnzimmer“ einbauen lässt. „Heimkinos bauen wir in zwölf Quadratmeter große Räume“, erzählt der Fachmann. Die Interessenten seien entweder Kinoliebhaber oder aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr zum „normalen“ Kinobesuch in der Lage. Für andere sei es ein Prestigeobjekt und Statussymbol.

Und viele wissen, dass es einen neuen Kinofilm nach gut sechs Monaten im Handel gibt – das erhöhe den Reiz eines Heimkinos, so Schappert. Er selbst setzt privat übrigens auf Serien – und hat natürlich auch ein Heimkino.