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Kaarst: Deutsche Minigolf-Elite trifft sich in Büttgen

Kaarst : Deutsche Minigolf-Elite trifft sich in Büttgen

Auf der Sportanlage des HMC Büttgen beginnen heute die Deutschen Meisterschaften. 135 Teilnehmer aus ganz Deutschland reisen an.

Am Eingang steht "geschlossen", dennoch herrscht reges Treiben auf der Minigolfanlage des HMC Büttgen. Seit Montag trainieren dort die besten Sportler für die am Donnerstag beginnenden Deutschen Meisterschaften. Bei 135 Teilnehmern aus allen Ecken der Bundesrepublik müssen der Zeitplan gut getaktet und die Sportler früh auf der Anlage sein. Die erste Gruppe übt bereits ab 8 Uhr morgens.

Der HMC Büttgen hat die 18 Eternit-Bahnen dafür nicht nur bestens präpariert, sondern auch noch in Schwarz-Rot-Gold gestrichen. Der extra für die Deutsche Meisterschaft angefertigte Ball kommt an Bahn 13 zum Einsatz. "Während der Golfer viele Schläger und nur einen Ball hat, braucht der Miniaturgolfer nur einen Schläger und viele Bälle für die verschiedenen Bahnen", sagt HMC-Sprecher Bernd Bremer. Auf Bahn 13 wartet die Röhre auf ihn. Dort fliegt der Ball durch die Luft, muss darum gut aufspringen und von der Bande ins Loch rollen. "Darum braucht man dort einen kleinen, harten und schnellen Ball", erklärt Bremer.

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Vor anderthalb Jahren erhielt der Verein vom Deutschen Minigolfsport Verband (DMV) die Zusage für die Ausrichtung des nationalen Entscheids. Dann galt es, Sponsoren zu suchen, eine Liste an Unterkünften zur Übernachtung zusammenzustellen und genügend ehrenamtliche Helfer zu motivieren. Im Catering sorgen sie unter anderem für ein Frühstück am Morgen und warme Speisen über den ganzen Tag.

Dass die Deutsche Meisterschaft in einem kleinen Ort wie Büttgen stattfindet, ist gar nicht so überraschend. Der HMC ist mit 69 Mitgliedern einer der größten Minigolfvereine in Nordrhein-Westfalen. Mit den Westdeutschen Meisterschaften vor einem Monat richtete man bereits die Qualifikation und Generalprobe für die nationalen Titelkämpfe aus.

Im Mannschaftswettbewerb der Senioren rechnet sich der gastgebende Club gute Chancen aus, im Einzel zählt Frank Völzke als Lokalmatador und amtierender Westdeutscher Meister zum erweiterten Favoritenkreis. Die Konkurrenz ist aber stark: Amtierende Europameister und ehemalige Weltmeister sind in Büttgen am Start.

Ziel eines jeden Minigolfers ist die perfekte Runde mit 18 Schlägen. Eine 21er-Runde sollte mindestens gespielt werden, um sich Chancen auf die vordersten Plätze auszurechnen. Für den Erfolg komme es vor allem auf den Kopf an, weiß Kirsten Wimmer vom MSC Bensheim-Auerbach. "Die Technik hat man schnell gelernt, entscheidend ist die Konzentration und Ruhe dabei. Darum kommt es oft auf die Tagesform an", sagt die mehrfache Starterin bei einer Deutschen Meisterschaft.

Am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag spielen alle Sportler jeweils drei Runden auf der Büttgener Anlage. In der Zwischenrunde am Samstagmorgen werden die Teilnehmer fürs Finale am Nachmittag ermittelt. Die Zuschauer können all dies bei freiem Eintritt miterleben.

(stef)