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Kaarst: Der große Sporthallen-Test

Kaarst : Der große Sporthallen-Test

Am Freitagabend wurde die neue Stadtparkhalle von Bürgermeister Franz-Josef Moormann offiziell eröffnet. Am Wochenende fand mit dem Basketballturnier der BG Kaarst-Büttgen dort die erste Großveranstaltung statt. Die NGZ unterzog die Dreifachturnhalle dem Praxistest.

Auch Organisator Kai Winkels war dabei, als die neue Stadtparkhalle auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft wurde. Hier die Ergebnisse:

Atmosphäre Beim ersten Betreten fällt der neue Geruch auf. Die Farben machen einen freundlichen Eindruck, es ist hell.

Spielfeld Die vielen farbigen Markierungen auf dem Hallenboden verwirren. Neben Hand-, Volley- und Basketball sind Spielfelder für Hallenfußball, Skaterhockey und Floorball eingezeichnet. Die Sportler sehen aber schnell nur noch "ihre" Linien.

Ausstattung Alle Sportgeräte wurden neu angeschafft. Die Lautsprecheranlage lässt sich individuell regeln, jeder der drei Hallenbereiche kann einzeln angesteuert werden. Ebenso lassen sich Durchsagen in die Umkleiden schalten. Kleines Manko bei der Technik: Die Hallenuhren sind nicht funkgesteuert und müssen per Hand umgestellt werden.

Umkleiden Es gibt zwei Lehrerumkleiden, zwei große sowie vier kleine Umkleiden. In den großen ist auch ein Behinderten-WC. Die Bewegungssensoren in den Duschen sorgten allerdings dafür, dass bei kleinster Bewegung der Sportler das Wasser stoppte.

Barrierefreiheit Zur Halle führt ein Weg für Rollstuhlfahrer, die Ecken sind etwas eng. In der Halle gibt es einen Fahrstuhl. Die Behinderten-Toiletten sind mit einem Alarm ausgestattet.

Verpflegung Das Catering mit Würstchen, Salat und Getränken stand beim Turnier vor der Halle. Der Mehrzweckraum mit Theke, Spüle und Kühlschrank war noch nicht mit Tischen und Stühlen ausgestattet.

Sicht Der Blick wird durch keine Säulen und Deckenbalken behindert. Beim Skaterhockey schützt ein Ballfangzaun die Zuschauer. Die Tribüne konnte beim Finale des Turniers allerdings nicht ausgefahren werden: Für die Absperrgitter gibt es den Schlüssel erst nach der offiziellen Abnahme der Halle.

Sicherheit Die Eingangstüren schließen sich mit einem Transponder auf. Im Chip gespeichert sind die Personalien des Verantwortlichen und die Zeiten, in denen er und die Mannschaften sich dort aufhalten dürfen. Der Notausgang ist nicht mit einem Alarmsignal gesichert; wird die Tür von innen geöffnet, kommen von draußen Leute unbemerkt in die Halle.

"Von den Spielern hört man nur Positives", sagt Kai Winkels. Einen faden Beigeschmack erlebten die Organisatoren am Samstagmorgen. Zuvor wurde auf dem Vorplatz gefeiert, Glasscherben lagen auf dem Boden. "Bis zum ersten Graffiti wird es nicht lange dauern", glaubt Winkels.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist die neue Dreifachhalle in Kaarst

(NGZ/url)