1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

"Das Ding des Jahres": Kaarster tritt mit gepimpter Schneeschaufel auf

Kaarster tritt in TV-Show auf : Snokick – Hebel mit Rollen vereinfacht das Schneeschaufeln

Bernd Alex stellt in der TV-Show „Das Ding des Jahres“ seine Erfindung vor.

In der TV-Show „Das Ding des Jahres“, die bei beim Sender ProSieben läuft, stellen Menschen ihre Erfindungen vor. Das Publikum entscheidet dann darüber, welche die beste ist. In jeder der zehn Shows dürfen zehn Erfinder ihr Produkt vorstellen, die Sieger treten Ende März im Finale noch einmal gegeneinander an. Derjenige, der das Finale gewinnt, nimmt 100.000 Euro mit nach Hause. Mit dabei ist am heutigen Dienstag auch Bernd Alex. Seine Erfindung: ein Zusatzprodukt für Schneeschaufeln, das sogenannte „Snokick“. „Das ist eine Art Hebel mit Rollen. Dadurch wird verhindert, dass man die Schaufel mit Muskelkraft oder aus gebückter Haltung benutzt. Das schont den Rücken und die Gelenke“, erklärt der 56-Jährige.

Alex wohnt zwar am Chiemsee, ist aber in Kaarst aufgewachsen und hat seine komplette Kindheit und Jugend dort verbracht. Am Albert-Einstein-Gymnasium legte er im Jahr 1981 sein Abitur ab, bevor er zum Bundeswehrdienst einberufen wurde. Danach ist er im Süden der Republik geblieben und lebt heute mit seiner Familie am Chiemsee. Zum 20-jährigen Abitreffen seines Jahrgangs war Alex letztmals in Kaarst. „Das ist aber auch schon 20 Jahre her“, sagt der selbstständige Personalberater und Vater eines Sohnes.

Von seinen gepimpten Schneeschaufeln hat er bislang rund 500 Stück verkauft. Nicht nur in den Gebieten, wo häufig Schnee fällt. „Ich verkaufe Snokick bundesweit, obwohl natürlich nicht überall gleich viel Schnee fällt. Ich habe auch schon welche in Nordrhein-Westfalen und Hamburg verkauft“, sagt Alex. Wie viele Erfinder hat er sein eigenes Problem zu einem Produkt gemacht. „Ich habe eine relativ lange Hauseinfahrt. Ich war es irgendwann leid, den Schnee mit Muskelkraft rauszukehren“, sagt er. Also hat Alex aus einer alten Dreiradachse einen Hebel gebaut und ihn an seine Schaufel montiert. Geboren war „Snokick“. Durch die ProSieben-Sendung soll sein Produkt beworben werden. Alex verspricht sich viel Aufmerksamkeit. „Ich hoffe, dass ich ein großes Publikum erreiche“, sagt er. Ganz billig ist seine Erfindung allerdings nicht: Ein „Snokick“ kostet 49,90 Euro. Als gelernter Diplom-Kaufmann kann Alex so kalkulieren, dass am Ende auch etwas für ihn übrig bleibt. Zwar ist die aktuelle Schnee-Saison schon vorbei, für das kommende Jahr sollen die Leute sein Produkt aber schon einmal im Hinterkopf haben.

(seeg)