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Kaarst: Das Beste vom Weihnachtsmarkt

Kaarst : Das Beste vom Weihnachtsmarkt

Am Wochenende war wieder "Sternstunden-Zeit" in Kaarst. Die NGZ hat sich auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus umgeschaut und das Angebot – vom Karussell bis zur Bratwurst – getestet.

Am Wochenende war wieder "Sternstunden-Zeit" in Kaarst. Die NGZ hat sich auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus umgeschaut und das Angebot — vom Karussell bis zur Bratwurst — getestet.

Mit Gestecken, Schnitzarbeiten, Schmuck, Glühwein, gebrannten Mandeln und Musik boten die "Kaarster Sternstunden" die gewohnt breite Palette eines traditionellen Weihnachtsmarkts. Einige bekannte Gesichter wie Bärennäherin Bea Klußmann oder Krippenbauer Heinrich Wolf bezogen die gleichen Hütten wie im Vorjahr.

Nur Temperaturen mit bis zu zehn Grad sorgten am Wochenende statt für winterliche Gefühle eher für Spätherbst-Atmosphäre. Nach einem Marktrundgang präsentiert die NGZ einige der schönsten und interessantesten Angebote der Sternstunden 2012.

Der schönste Weihnachtsmann war Pebo Weichsel. Seit 15 Jahren schlüpft er in den roten Mantel und zieht die rote Zipfelmütze auf, um Kindern eine Freude zu machen. Natürlich fragten sie ihn ständig, warum er denn keinen weißen Rauschebart trage. "Der juckt sehr, und außerdem versteht man mich dann nicht", sagte er. Im Namen der Stadtwerke verteilte er Schokolade und Lutscher, aber er stimmte mit den Kindern auch Weihnachtslieder an oder ließ sie Gedichte aufsagen.

Die lustigste Dekoration verkaufte Maia da Costa. Und ihre Hütte war wahrscheinlich auch noch die vollste am Wochenende. Überall wo man hinschaute, standen aus Holz handgefertigte Nikoläuse, Hunde und Katzen. Besonders ihre Schneemänner waren ein Blickfang — lachend, singend oder schlafend. "Ich möchte schon traditionelle Weihnachtsdekoration machen, aber sie soll vor allem Kindern gefallen", sagte Maia da Costa.

Die tollste Aktion fand in den Rathaus-Arkaden statt. Tischlermeister Sascha Hermans und Bäckermeister Thomas Puppe schmückten dort einen fünf Meter hohen Lebkuchenbaum mit tatkräftiger Unterstützung von Kindern. Sie bekamen eine Juniorbäcker-Mütze aufgesetzt und durften die Lebkuchenmotive (Schaukelpferde, Tannenbäume, Engel und Nikoläuse) selbst verzieren mit Farbglasur und Zuckerperlen. Die drei Euro Teilnahmebeitrag wurden dem Kaarster Verein Kinderliebe gespendet.

Das beste Fahrgeschäft drehte seine Runden im Maubishof. Lokomotivführer Holger Golombeck befeuerte mit kleinen Kohlestücken den Ofen, dann ging es mit fünf Kindern und Volldampf voraus. Den Tender, der Vorratswagen für die Kohle, hatte sich das Mitglied des Düsseldorfer Modellbahnclubs selbst gebaut.

Die längste Bratwurst servierte Familie Wittler in ihrer Grillhütte. Einen halben Meter maß die Wurst, die etwas dünner als die klassische Bartwurst ist. "Die verkauft sich gut, weil für viele die normale Bratwurst doch zu wenig ist", erzählte Susanne Wittler. Um die überlange Wurst gut festhalten zu können, war deshalb auch ein kleines knuspriges Baguette statt dem üblichen Brötchen notwendig.

Hier geht es zur Infostrecke: Weihnachtsmärkte 2019 im Rhein-Kreis Neuss

(stef)