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Das Albert-Einstein Gymnasium Kaarst bekommt ein Fairtrade-Siegel

Albert-Einstein-Gymnasium Kaarst : Das AEG erhält Fairtrade-Siegel

Als 616. Schule deutschlandweit bekommt das Gymnasium diese Auszeichnung. Dafür musste die Schule viele Kriterien erfüllen. In zwei Jahren wird geprüft, ob die Schule das Siegel noch verdient hat.

Dass Nachhaltigkeit eines der großen Themen unter Schülern ist, steht derzeit angesichts der „Friday for Future“-Bewegung wohl kaum in Frage. Am Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) bekommt das Thema allerdings noch einmal besondere Aufmerksamkeit: Die Schule hat ein Fairtrade-Siegel von der Initiative „transfair“ zur Förderung des fairen Handels verliehen bekommen. Schulleiter Bruno von Berg, die Projektkoordinatorinnen und Lehrerinnen Annika Diehl und Kathrin Brune und die Fairtrade-AG nahmen das Siegel vor der anwesenden Schülerschaft auf dem Schulhof entgegen. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, obwohl ich gar kein Siegel-Jäger bin“, sagte Schulleiter von Berg. Ihm gehe es mehr um die Taten der Schule als um ihr Image. Das Siegel wurde übrigens im Rahmen der Projektwoche übergeben. In dieser ist beispielsweise im Schulgarten eine Kräuterschnecke und ein eigener Song für die Schule entstanden.

Um das Siegel zu bekommen, musste die Schule nicht nur guten Willen zeigen, sondern auch ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. „Nicht jede Schule kann das Fairtrade-Siegel bekommen“, erklärte Angelica Garcia von „transfair“ den Schülern.

Die Schule musste dazu fünf Kriterien erfüllen: Sie muss faire Produkte in ihrer Cafeteria anbieten. Ein Team aus Lehrkräften, Schülern und Eltern muss regelmäßig als AG zum Thema zusammenkommen. Mindestens einmal im Jahr muss eine Fairtrade-Aktion an der Schule umgesetzt werden und darüber auf einem Blog berichtet werden. Außerdem muss fairer Handel im Unterricht thematisiert und ein Leitfaden in der Schule aufgehängt werden.

Inzwischen haben bundesweit 616 Schulen das Siegel bekommen – fast 300 befinden sich noch im Bewerbungsprozess. Auch das AEG musste zwei Jahre lang – von der Bewerbung bis zur Verleihung – warten und verschiedene Maßnahmen umsetzen. Inzwischen gibt es im Lehrerzimmer ausschließlich Kaffee aus fairen Bohnen und in der Cafeteria können Schüler Schoko- und Sesamriegel, Lollis und andere Leckereien aus fairem Handel beziehen. Man habe versucht, dabei auf erschwingliche Preise zu achten, so die Projektkoordinatorinnen.

Es nun dabei belassen und sich mit der Auszeichnung auszuruhen, das kann das Albert-Einstein-Gymnasium allerdings nicht. Denn nach zwei Jahren wird erneut geprüft, ob die Schule das Siegel noch verdient hat. „Es gibt so ein breites Spektrum an nachhaltigen Themen, dass uns die Ideen wohl erstmal nicht ausgehen werden“, sagt Koordinatorin Annika Diehl.

Mit der AG, die sich alle zwei Wochen trifft, hat sie schon Ausflüge zum Fairtrade-Unternehmen „Gepa“ nach Wuppertal oder zur „fair friends“-Messe nach Dortmund unternommen. Vor allem der Blog, auf dem alle Fairtrade-Schulen über ihre Projekte schreiben, sorgt für neue Inspiration.