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Corona: Martinsvereine in Kaarst planen mit Vorsicht

Entscheidung ist gefallen : Martinsvereine in Kaarst planen mit Vorsicht

Auch in diesem Jahr hat die Corona-Pandemie Einfluss auf die St.-Martins-Umzüge auf Kaarster Stadtgebiet. Manche Vereine planen zurückhaltend, andere kehren fast wieder zurück zur Normalität.

Für Norbert Moormann und seine Kollegen vom Martinsverein Vorst ist es eine Erleichterung. „Mich freut es vor allem für die Kinder“, sagt der Schriftführer. Grund für die Freude: Aktuell sieht es so aus, als wenn der St.-Martins-Zug in Vorst tatsächlich wie gewünscht stattfinden kann. Heißt: Am 11. November versammeln sich die Kinder mit ihren Eltern um 17.30 Uhr auf dem St.-Eustachius-Platz, nach dem Umzug wird es ein Martinsspiel geben, im Anschluss werden Tüten verteilt.

In der vergangenen Woche hatte Moormann noch angekündigt, zweigleisig zu planen. Also das Martinsspiel und die Tütenverteilung auch dann umzusetzen, wenn der Umzug coronabedingt nicht möglich sein wird. Schließlich könne man die Kinder auf dem St.-Eustachius-Platz gut voneinander trennen, um Sicherheitsabstände zu gewährleisten.

In Kaarst sieht die Sache etwas anders aus. „Der Martinsverein hat seine Absage für den Stadtteil Kaarst mitgeteilt, da die Kaarster Schulen eigene Umzüge und Feiern organisieren“, teilt die Stadt auf Nachfrage mit. Die Schulen und Kitas hätten bisher drei Martinszüge bekannt gegeben: Die Katholische Grundschule Kaarst und der Lukaskindergarten planen demnach eigene, kleine Umzüge oder Feste. Die Kita „Hundert Morgen Wald“ am Bauhof plane ein kleines Martinsfest auf ihrem Gelände. „Erfahrungsgemäß werden hier noch einige weitere Umzüge und Feste dazukommen“, prognostiziert die Stadt.

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In Büttgen wird der Martinszug für die Grundschüler stattfinden. Das hat der Martinsverein jüngst so entschieden. Wenn die Zahlen nicht steigen, ziehen die Grundschüler am 5. November durch Büttgen. Start und Ziel ist der Park-and-Ride-Parkplatz an der S-Bahn, weil es auf dem Rathausplatz zu eng ist, wie die Vereinsvorsitzende Ursula Baum erklärt. Dort wird auch das Martinsfeuer angezündet. Es werden noch Helfer gesucht. Über Sponsoren will der Martinsverein zumindest einen Weckmann für jedes Kind besorgen. „Wir brauchen noch Musik, um die Pferde kümmert sich der Büttgener Oberst“, sagt Baum.

In Driesch werden der Martinszug und das Martinsspiel in gewohnter Weise am 9. November stattfinden. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr vor Blumen Heines (Höhenweg). Anders als gewohnt wird es allerdings in Holzbüttgen: Dort wird St. Martin mit Musikbegleitung am 4. November durch das Dorf ziehen. „Allerdings ohne Kinder-Begleitung“, macht Heinz-Günther Schmitz vom Martinsverein Holzbüttgen deutlich. Starten wird der St. Martin um 18 Uhr an der katholischen Kirche. „Er würde sich über geschmückte Fenster und Kinder mit Laternen am Wegesrand freuen“, appelliert der Martinsverein Kaarst, der allerdings darum bittet, die gültigen Corona-Abstandsregeln einzuhalten und sich dem St. Martin nicht auf seinen weiteren Weg anzuschließen. „Für das Jahr 2021 sind wir zunächst einmal glücklich, dass alle Grundschulkinder wieder Sankt Martin feiern dürfen. Im kommenden Jahr wird es dann hoffentlich auch wieder einen großen Martinszug mit Mantelteilung und Martinsfeuer geben“, so der Martinsverein. Dennoch können die Verantwortlichen in Holzbüttgen eine weitere kleine Martinsfreude bescheren. So werden sie die Fackelausstellung in diesem Jahr in abgeänderter Form realisieren können. Dazu werden sie am 31. Oktober und 1. November in der katholischen Pfarrkirche „Sieben Schmerzen Mariens“ unter den 3G-Regeln (Genesen, Geimpft, Getestet) die Tore öffnen und in kleinen Bereichen mit Hygiene-Konzept die kreativen Werke der Kinder ausstellen. Jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr besteht die Möglichkeit, die Fackeln zu bestaunen.

Hier geht es zur Infostrecke: Die Martinszüge 2021 in Kaarst