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Corona in Kaarst: Kaum Anstieg bei Notbetreuung

Corona in Kaarst : Kaum Anstieg bei Notbetreuung

Die NRW-Landesregierung hatte am Freitagabend entschieden, den Anspruch auf Notbetreuung in den Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege und an Schulen auszuweiten. Nach dem ersten Tag hat die Stadt Kaarst Fazit gezogen und mitgeteilt, dass es keinen signifikanten Anstieg gab.

In den Kindertagesstätten stieg die Zahl der betreuten Kinder von 50 auf 55; in der Kindertagespflege von sechs auf 15; in den Schulen von 36 auf 39. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus setzt darauf, dass sich diese Tendenz fortsetzt: „Die Notbetreuung soll die systemrelevanten Berufsgruppen bei der Kinderbetreuung entlasten, damit wir ihre Arbeitskraft erhalten und wir als Gesellschaft effektiv gegen den Virus vorgehen können. Die Notbetreuung ist nicht für wirtschaftliche Zwecke gedacht“, sagt sie.

Ihrem Eindruck nach haben die Kaarster Familien dies verstanden. „Ich möchte alle Mütter und Väter auch für die kommenden Tage und Wochen bitten, dieses Angebot wirklich nur nach sorgfältiger Prüfung anzunehmen. Mit jedem weiteren Kind in den Kindertagesstätten, der Kindertagespflege und in den Schulen steigt das Infektionsrisiko für Kinder, Mitarbeiter und damit für uns alle“, sagt Nienhaus weiter.

Seit Montag müssen nicht mehr beide Elternteile eine berufliche Schlüsselposition bekleiden, damit ihr Kind Anspruch auf Notbetreuung hat, sondern nur noch eins. In der vergangenen Woche hatte sich gezeigt, dass die bestehende Regelung in vielen Familien dazu führte, dass ausgerechnet Pflegekräfte, Krankenschwestern oder Ärzte zu Hause geblieben sind. „Dies können wir uns in der Krise nicht leisten. Deshalb ist die neue Regelung nicht nur eine Entlastung für die betroffenen Familien, sondern auch für unsere Infrastruktur“, hatte Nienhaus am Samstag mitgeteilt.

Die Zahl der mit mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Kaarst lag am Montag bei 20. Insgesamt 179 Personen sind im gesamten Rhein-Kreis infiziert.