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Kaarst: CDU will die Vorster Ortsmitte aufwerten

Kaarst : CDU will die Vorster Ortsmitte aufwerten

Die CDU will Kleinigkeiten im Gesamtbild verbessern. Der Bauausschuss hat jetzt das Aufstellen zusätzlicher "Dogstations", Mülleimer und Sitzbänke beschlossen. Eine längere Beleuchtung wird geprüft.

Die Neugestaltung der Ortsmitte Vorst gehört zu den Prestigeobjekten der vergangenen Jahre in der Stadt Kaarst. Fast 15 Jahre haben die Planungen gedauert, vor zweieinhalb Jahren konnte sie eingeweiht werden. Seitdem wird das Geschäftszentrum gut angenommen, im Bürgerpark spielt sich das Leben ab, die Schützen sind mit ihrem Platz zufrieden und mit dem zurzeit im Bau befindlichen Ärztehaus wird die Entwicklung abgerundet. Nun gilt es, mit einigen Feinheiten das Gesamtbild zu verbessern.

Einige Anregungen lieferte die CDU jetzt in einem Antrag an den Bau- und Umweltausschuss. "Es gibt kleine Ärgernisse, die das Gesamtprojekt schlechter erscheinen lassen", führte Mathias John für seine Fraktion in den Antrag ein. Darin fordert die Union zwei weitere sogenannte "Dogstations" (Spender für Hundekotbeutel), zusätzliche Müllbehälter in der Mitte der Baumallee, mehr Bänke im Bereich des Spielplatzes und eine nächtliche Beleuchtung der Parkwege.

Bisher gibt es nur auf Höhe des evangelischen Gemeindezentrums an der Friederike-Fliedner-Straße eine "Dogstation", zwei weitere an den Zugängen zur Ortsmitte sollen für weniger Dreck auf den Straßen und Wegen sorgen. Eine habe die Stadt noch in Reserve, sagte der Technische Beigeordnete Manfred Meuter, jede weitere koste 2500 Euro.

Sabine Kühl (SPD) äußerte ihre Vermutung, dass sich die Hundebesitzer gleich mehrere Tüten für die Hinterlassenschaft ihrer Tiere einpacken und die "Dogstations" deshalb immer schnell leer seien. Ihr Vorschlag: An den Ausgabestellen der Gelben Säcke auch solche Hundetüten hinterlegen.

Neue Mülleimer kosten ebenfalls Geld, sind laut CDU aber notwendig. Die Ortsmitte sei erfreulicherweise zunehmend bei Jugendlichen beliebt, die Kehrseite der Medaille wären jedoch wilder Müll und jede Menge Glasscherben, heißt es im Antrag der Christdemokraten. Manfred Meuter empfahl, zunächst zwei alte Müllboxen aus dem Bestand provisorisch aufzustellen.

Sitzbänke hat die Stadt dagegen nicht mehr übrig. Diesbezüglich einigte man sich darauf, dass der städtische Bauhof Holzstämme zu drei Bänken umbaut und mit Rückenlehnen versieht. Diese würden auch optisch gut ins Gesamtbild des Spielplatzes passen. Einvernehmlich wurden alle drei Punkte vom Ausschuss beschlossen.

Für eine längere Beleuchtung der Ortsmitte erteilte er der Stadt einen Prüfauftrag. Bisher schalten sich die Bodenstrahler um 22 Uhr aus. "Vor allem in der dunklen Jahreszeit entsteht im Bereich des Kinderspielplatzes ein schwarzes Loch und damit ein Angstraum", sagte Mathias John. Würde das Licht die ganze Nacht angeschaltet bleiben, wären dies zusätzliche Stromkosten von 700 Euro und 100 Euro mehr für die Wartung, so die Verwaltung. Allerdings müssten die Lampen nicht die ganze Nacht brennen, so die CDU, nur zu späterer Stunde als jetzt ausgeschaltet werden.

(stef)