Kaarst: CDU-Ideen für Straßenverkehr

Kaarst : CDU-Ideen für Straßenverkehr

Bei der Einfahrt nach Driesch hinter dem Kreisverkehr kommt es auf der Vorster Straße regelmäßig zu Engpässen mit dem Gegenverkehr. Die Situation gehört zu jenen, für die CDU neue Ideen entwickelt hat.

Auf beiden Seiten parkende Fahrzeuge machen aus der Einfahrt nach Driesch ein Nadelöhr. Einer wird immer gezwungen, zu halten, um den entgegenkommenden Wagen abzuwarten.

Ein halbseitiges Parken auf dem Rad- und Gehweg in Richtung Kreisverkehr würde nach Ansicht der CDU den Verkehr besser fließen lassen. Der Rad- und Gehweg sei breit genug, heißt es bei der CDU, die zudem noch weitere Vorschläge zu neuen Verkehrsregelungen im Stadtgebiet der "Arbeitsgruppe Verkehr" zur Prüfung unterbreitet hat.

Gleich mehrere legte sie für die Vom-Stein-Straße in Büttgen vor. Anwohner hätten beobachtet, wie sich Lastwagen zwischen den parkenden Fahrzeugen "festfahren". Spätestens zwischen Hardenberg- und Dürerstraße solle die Durchfahrt für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen verboten werden. Zwischen Rad- und Gehweg längs der K 37 und dem Wirtschaftsweg könnte in Höhe der Vom-Stein-Straße ein niedrigschwelliger Ausbau des "Trampelpfads" und ein Absenken des Bordsteins helfen, eine Beschilderung an der Kreuzung Römer-/ Böcklinstraße besser zur K 37 und Autobahn leiten.

Eine gefährliche Situation hat die CDU bei der Fußgängerüberquerung zwischen Altenheim und Friedhof ausgemacht. Am Aldegundis-Heim sei die Straße aus Richtung Driesch schwer einzusehen; Rollatornutzer müssten bis knapp an die Straßenkante gehen. Besser wäre es, die Querungshilfe zu entfernen, die Straße zu begradigen.

Die "Arbeitsgruppe Verkehr" hingegen will den CDU-Vorschlägen nur in Teilen folgen. Das machte ihre Antwort im Planungsausschuss deutlich. Bis auf das Absenken des Bordsteins an der Vom-Stein-Straße beabsichtige die Verwaltung keine der Maßnahmen umzusetzen, heißt es. Ein teilweises Gehwegparken in Driesch wird abgelehnt, weil es den Zwei-Richtungs-Radweg beeinträchtigt. Außerdem werde selbst die mit dem Gehwegparken erreichte Straßenverbreiterung nicht ausreichen, um beide Fahrtrichtungen gleichzeitig zu nutzen.

Beim Altenheim Büttgen müssten zwei Parkplätze verschwinden, wendet die Verwaltung ein. Die Querungshilfe soll bleiben, weil sie für eine Geschwindigkeitsreduzierung sorgt und den Fußgängern das Warten in der Fahrbahnmitte ermöglicht. Beschwerden über festgefahrene Lastwagen auf der Vom-Stein-Straße seien der Verwaltung nicht bekannt.

Der Ausschuss nahm den Bericht wegen der fortgeschrittenen Stunden nur zur Kenntnis. "Die Antworten sind wenig befriedigend für uns", sagte CDU-Obmann Ingo Kotzian. Das Thema Altenheim soll im Planungsausschuss am 24. Oktober erneut behandelt werden.

(stef)
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