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Kaarst: CDU gegen Rathaus-Abriss

Kaarst : CDU gegen Rathaus-Abriss

Die Sicherung der Nahversorgung in Büttgen beschäftigt Politik und Verwaltung seit einiger Zeit. Seit einer Bürgerversammlung Anfang November wird auch über einen Abriss des Büttgener Rathauses mit anschließendem Neubau eines Lebensmittelmarktes diskutiert. Diesen Plänen erteilt die CDU jetzt eine klare Absage.

"Das Rathaus direkt neben der Kirche St. Aldegundis ist prägend für den Ortskern von Büttgen", sagt CDU-Stadtverbandschef Lars Christoph. "Es ist eine kulturelle und gesellschaftliche Begegnungsstätte." In der städtischen Bilanz sei es zudem mit einem Wert von fast drei Millionen Euro verzeichnet. "Ein Abriss des Rathauses, um an dieser Stelle einen Lebensmittelmarkt zu errichten, kommt für uns daher nicht infrage." Einen entsprechenden Antrag der Grünen, ein Szenario für einen Abriss des Rathauses und eine Errichtung eines Lebensmittelmarktes mit Wohn- und Geschäftshaus zu entwickeln, werde die Fraktion im Planungsausschuss und Stadtrat daher ablehnen, so Christoph.

Aus Sicht von CDU-Geschäftsführerin Ursula Baum ist vor allem auch die zeitliche Dimension bei den weiteren Überlegungen zu berücksichtigen. "Kaiser's hat angekündigt, beide Märkte Ende 2013 schließen zu wollen. Da sollten wir unsere Kräfte auf die Optionen konzentrieren, die zeitlich realisierbar erscheinen", erklärt sie. Die CDU unterstütze die Verwaltung daher darin, noch einmal das Gespräch mit der katholischen Kirche und der Eigentümergemeinschaft des Gebäudes des Kaiser's-Marktes am Rathausplatz suchen zu wollen. "Die Verwaltung soll auch noch einmal die Möglichkeiten ausloten, auf beiden Seiten der S-Bahn jeweils einen Lebensmittelvollsortimenter mit circa 600 Quadratmetern Verkaufsfläche anzusiedeln.

"Wir wissen, dass etwa ,nahkauf' als Teil der Rewe-Gruppe solchen Konzepten grundsätzlich offen gegenübersteht", sagt der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Franjo Rademacher. Eine solche Lösung böte aus Sicht der CDU den Vorteil, dass sowohl der nördliche als auch der südliche Teil von Büttgen eine hervorragende Versorgung hätten. Zudem ließe sich ein kleinerer Markt auch einfacher in die bisherige Ortskernstruktur integrieren.

(NGZ)