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Kaarst: CDU fordert einen Masterplan für die City

Kaarst : CDU fordert einen Masterplan für die City

Die Christdemokraten haben ihre haushaltspolitischen Ziele für das kommende Jahr festgelegt. Eines ist die Entwicklung eines Konzepts für die Innenstadt. Die SG Kaarst soll schon 2014 ihren Kunstrasenplatz bekommen.

Die Finanzlage der Stadt ist vergleichsweise gut. Das macht sich auch bei den Haushaltsberatungen der Fraktionen im Stadtrat bemerkbar. Am Wochenende hat die CDU ihre finanzpolitischen Ziele für das kommende Jahr festgesteckt. Die Vorschläge kommen aus den Fraktionsarbeitskreisen, dem Stadtverbandsvorstand und den Ortsvorständen. Aber auch die Frauen Union, die Junge Union und Mittelstandsvereinigung MIT haben Anträge beigesteuert. "Die Verbesserungen bei den Steuereinnahmen und der Fortgang der Ikea-Planungen eröffnen uns finanzielle Spielräume, die wir mit Augenmaß für wichtige Zukunftsinvestitionen nutzen wollen", sagt Fraktionschefin Dorothea Zillmer. "Dabei ist aber ganz klar, dass eine nachhaltig solide Finanzpolitik für uns auch in Zukunft höchste Priorität hat."

Zentrale Forderung der Kaarster Christdemokraten ist ein sogenannter Masterplan für die Kaarster City. Entwicklungspotentiale der einzelnen Bereiche, also der öffentlichen Einrichtungen, Sportanlagen und des Einzelhandels, für die kommenden zehn bis 15 Jahre zu definieren und zu einem Gesamtkonzept zusammenzuführen — das sei das Ziel, sagt Stadtverbandschef Lars Christoph. "Als erster Baustein hierzu soll kurzfristig eine Grünplanung von einem anerkannten und erfahrenen Büro für Landschaftsarchitektur und Parkgestaltung erstellt werden."

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Einen weiteren Schwerpunkt möchte die CDU 2014 im Bereich des Sports legen. Neben der Realisierung der Sportanlage am Georg-Büchner-Gymnasium sollen auch am Kaarster See bereits im kommenden Jahr die Bagger rollen. "Wir begrüßen das Engagement von SG Kaarst und Förderverein, die Umgestaltung des Kleinspielfelds am Kaarster See mit mehr als 100 000 Euro zu unterstützen, außerordentlich", sagt Ingo Kotzian, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. "Da es aus bauplanungstechnischer Sicht wenig Sinn macht, im kommenden Jahr das Kleinspielfeld und erst im darauffolgenden Jahr den Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umzugestalten, sollen beide Vorhaben als eine zusammenhängende Baumaßnahme in 2014 durchgeführt werden." Im unmittelbaren Anschluss seien dann 2015 die Arbeiten zur Umwandlung des Tennenplatzes des VfR-Büttgen in einen Kunstrasenplatz geplant.

Auch für die Jugendlichen in der Stadt möchte die CDU weitere Impulse setzen. So sollen vorsorglich Planungsmittel für ein Jugendzentrum in Vorst in den Haushalt eingestellt werden. "Vor einer Planungsvergabe muss hier allerdings erst noch über den richtigen Standort gesprochen werden", sagt Jugendhilfeausschussvorsitzende Uschi Baum. Außerdem sollen die beiden Jugendfreizeiteinrichtungen "Haus Regenbogen" im Kaarster Westen und die "Insel" im Kaarster Osten mit je einer halben weiteren Stelle personalmäßig gestärkt werden." Um keine Unstimmigkeiten aufkommen zu lassen, weist die CDU auch darauf hin, dass im Zuge der Vereinbarung zur Qualitätssicherung und Finanzierung der offenen Jugendarbeit in Kaarst nicht beschlossen wurde, die regelmäßigen Öffnungszeiten im "K24" in Holzbüttgen nach Vorst zu verlagern, sobald dort neue Räume geschaffen sind. "Vielmehr haben wir sehr bewusst großen Wert darauf gelegt, dass es hier keinen Automatismus geben soll. Wenn in Vorst neue Räumlichkeiten da sind, wird man gemeinsam mit der Kirche schauen, wie sich die Situation darstellt", sagt Dorothea Zillmer.

Intensiv hat sich die CDU schließlich auch mit der Entwicklung im Ortskern von Büttgen beschäftigt. Auf Anregung des Ortsverbandes soll eine Planung zur Verbesserung der Wegeverbindungen in der Ortsmitte erstellt werden. Und: Mit der Aufwertung des Bereichs Bahnstraße soll, wenn es nach den Christdemokraten geht, noch in diesem Jahr begonnen werden.

(NGZ)