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Kaarst: CDU bestätigt Rademacher

Kaarst : CDU bestätigt Rademacher

Rund 240 Mitglieder ist der CDU-Ortsverband Büttgen momentan stark. Am Dienstag haben sie einen neuen Vorstand gewählt. 28 Wahlberechtigte gaben im Effershof ihr Votum ab. Mit 22 Ja- und zwei Neinstimmen (bei vier Enthaltungen) wurde Franjo Rademacher als Vorsitzender im Amt bestätigt. Neuer Stellvertreter ist jetzt Sebastian Johnen (26 Ja-Stimmen, eine Enthaltung). Zum Schatzmeister wurde Rainer Milde bestimmt, sein Stellvertreter ist Reimer Schubert. Der Schriftführer heißt Christian Horn. Die NGZ sprach mit dem "alten" und zugleich neuen Ortsverbandschef – über das Wahlergebnis und Ziele für die Zukunft.

Herr Rademacher, wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis und der Wahlbeteiligung?

Rademacher Zunächst: 90 Prozent sind ein großer Vertrauensbeweis: eine gute Basis für die weitere Arbeit. Ich bin sehr zufrieden, auch deshalb, weil meine konstruktiv- kritische Art, Dinge beim Namen zu nennen, wohl als befruchtend und glaubwürdig erlebt wird. Das freut mich. Die eher schwache Mitgliederbeteiligung ist völlig okay. Wiederwahlen, das weiß man, sind nur beschränkt attraktiv, wenn Zufriedenheit mit der Vorstandsarbeit besteht. Und gegen den Fußball-Knüller "Schalke/Inter Mailand" ist schwer zu gewinnen.

Ganz ehrlich, gab es mal einen Punkt, an dem Sie überlegt haben, sich nicht zur Wiederwahl zu stellen?

Rademacher Ja klar. Erstens werde ich 68 Jahre alt, zweitens ist Politik oft auch Sisyphosarbeit: häufig sehr befriedigend, aber auch mal zäh und zum Weglaufen, zum Beispiel bei so manchen nervenden Diskussionen zwischen den Parteien. Aber es gibt in Kaarst für die Bürger und für die CDU noch viel zu tun, deshalb bin ich noch mal in den Ring gestiegen.

Jetzt sind Sie also für weitere zwei Jahre in der Verantwortung. Ihre wichtigsten politischen Ziele sind?

Rademacher Gemeinwohlorientierung, Bildung und Schule, Werben um junge Familien, Nutzen der Erfahrung der Senioren, Erhalt des Markenkerns – Kaarst als kulturstarke, attraktive Stadt im Grünen –, behutsame Expansionspolitik, sichere Finanzen, noch viel größere Bürgernähe und – nicht über den Bürger weg entscheiden.

Auch wenn es ein bisschen uncharmant klingt: Der Ortsverband Büttgen ist nicht der allerjüngste. Gibt es ein Nachwuchsproblem?

Rademacher Unser neuer Vorstand ist der jüngste seit Jahren. Ich freue mich sehr auf die Arbeit. Da ist zwischen 21 und 70 Jahren alles vertreten. Nachwuchsprobleme sehe ich keine, wenn man zum Beispiel die unglaubliche Zahl von mehr als 400 Jugendlichen der Jungen Union sieht, von denen viele in die CDU hinein wachsen werden.

Jetzt mal in die Zukunft gedacht: Wer könnte nach Franjo Rademacher kommen?

Rademacher Das haben die Mitglieder zu entscheiden. Ich könnte gleich eine Handvoll junger Frauen und Männer aufzählen, die jung, kompetent, engagiert und sehr erfahren sind. Die CDU hat eine breite, starke Basis. Und die wird immer stärker, wenn weiter gute Politik für die Menschen gemacht wird. Und davon bin ich überzeugt.

Julia Hagenacker führte das Gespräch

(NGZ)