Kaarst: Bussardstraße: Rat beschließt Schulumbau

Kaarst : Bussardstraße: Rat beschließt Schulumbau

Monate lang hat die Politik darüber gestritten, was mit dem leerstehenden Schulgebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Kaarster Westen passiert.

Jetzt, da klar ist, dass die Grundschule Stakerseite nicht dorthin umzieht, sondern in der Stadtmitte bleibt, geht es um die Frage, wie sich das zweigeschossige Gebäude an der Bussardstraße möglichst kostengünstig in eine normgemäße Kindertageseinrichtung umwandeln lässt.

Rund 3,1 Millionen Euro

Dass das geschehen soll, darüber sind sich die Fraktionen einig. Weil Eltern ab August 2013 einen Rechtsanspruch auf ausreichend Plätze für die Betreuung von unter Dreijährigen haben, müssen in Kaarst schnellstmöglich zusätzliche Kita-Gruppen geschaffen werden. Zusätzlich zur Bussardstraße ist eine weitere fünfgruppige Einrichtung an der Danziger Straße geplant. Am Donnerstag hat der Rat den Umbau der Albert-Schweitzer-Schule beschlossen.

Entstehen soll nunmehr eine sechsgruppige, barrierefreie Kita auf der Grundlage der Planung, die das Büro Buckebrede, Pohl und Belha erarbeitet hat. Architekt Thomas Belha präsentierte in der Sitzung die ersten Entwürfe und Kostenschätzungen. Die sehen von außen betrachtet unter anderem farbige "Gruppenhäuser" und eine überdachte, zweigeschossige Eingangshalle vor. "Die Halle", sagt Belha, "ist als Orientierungspunkt gedacht." Alle Gruppenräume sollen von dort aus sternförmig abgehen.

Weil die ehemalige Grundschule mit insgesamt 1840 Quadratmetern Fläche größer ist, als für eine sechsgruppige Kita nötig ist, bleiben nach den bisherigen Entwürfen zwei frühere Klassenräume ungenutzt. Das soll Umbaukosten sparen. Vor allem die energetische Sanierung nach den Vorgaben der Energiesparverordnung, sagt der Architekt, seien aufwendig.

Die "annähernde" Kostenschätzung sieht aktuell 170 000 Euro für die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks vor. Für die Baukonstruktionen wurden rund 1,6 Millionen Euro kalkuliert, für die technischen Anlagen 639 700 Euro, für die Aufbereitung der Außenanlagen 212 500 Euro und für die Ausstattung 473 400 Euro. Macht zusammen rund 3,1 Millionen Euro. Über das Raumprogramm und die Kostenberechnung sollen als Nächstes der Bau- und der Jugendhilfeausschuss entscheiden.

(NGZ/rl)
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