Kaarst: Büttgens "neue" Grundschule

Kaarst: Büttgens "neue" Grundschule

Die Arbeiten auf dem Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße sind fast abgeschlossen. Insgesamt werden am Standort rund 3,25 Millionen Euro investiert. Für den Ganztagsbetrieb erhalten die Kinder ein neues Gebäude.

Im Lehrerzimmer der Gemeinschaftsgrundschule Büttgen an der Lichtenvoorder Straße stapeln sich die Umzugskartons. Bücher, Bilder und all das, was man an einen Arbeitsplatz an Persönlichem mitbringt, haben die Pädagogen des Teilstandorts Römerstraße in der ersten Ferienwoche in braunen Pappkisten verstaut. Wie jeder Umzug ist auch dieser ein Neuanfang, denn nach gut zwei Jahren wächst erst jetzt definitiv zusammen, was eigentlich schon seit dem 1. August 2009 zusammengehört.

Damals wurden die beiden Büttgener Grundschulen organisatorisch zu einer zusammengelegt. Seither wird auf dem Gelände an der Lichtenvoorder Straße gebaut und saniert. Manfred Meuter, Technischer Dezernent im Kaarster Rathaus, ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. "Wir befinden uns im Endspurt", sagt er. Am 7. September soll der neue Ogata-Bereich seinen Betrieb aufnehmen. Momentan sieht es so aus, als könnte das klappen. Der helle Holzboden ist schon verlegt. Die Wände werden zurzeit noch gestrichen.

Dabei gingen die Arbeiten während es laufenden Schulbetriebs manchmal nur schleppend voran. "Bei der Sanierung des Altbestandes mussten wir natürlich auf den Schulbetrieb Rücksicht nehmen", sagt Meuter. Alles, was Lärm und Dreck verursachte, fand außerhalb der Unterrichtszeit statt. Weil die Anbau-Baustelle von der Straße aus erreichbar ist, ging es anschließend dann aber doch etwas schneller.

Das Ergebnis ist eine — fast— neue Schule mit einem 600 Quadratmeter großen Neubau im Passivhausstandard. Das heißt unter anderem, dass der Ogata-Trackt wegen seiner guten Dämmung weder Heizung noch Klimatisierung braucht. Die Wärme wird künftig über eine kontrollierte Be- und Entlüftung geregelt. 71 000 Euro hat das Land dafür an Zuschuss gezahlt. Als Gegenleistung muss die Stadt fünf Jahre lang einen geringen Energieverbrauch nachweisen.

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Die Räume sind multifunktional angelegt. Es gibt Einheiten in Klassenraumgröße, die lediglich durch Leichtbauwände unterteilt sind. "Sollte irgendwann der Bedarf nach mehr Klassenräumen bestehen, sind wir flexibel", erklärt Manfred Meuter das spezielle Konzept.

Renoviert wurde unterdessen auch das alte Gebäude. Das heißt: neue Fenster, neue Türen und eine Energiesparidee. Unter anderem im Lehrerzimmer, dort, wo derzeit noch die Umzugskartons stehen, geht die Beleuchtung nur dann an, wenn eine Person den Raum betritt.

Insgesamt 19 Lehrkräfte werden demnächst an der Lichtenvoorder Straße 290 Kinder unterrichten. Zum Auspacken der Kartons kommen die "Zugezogenen" eigens eine Woche früher aus den Ferien zurück.

(NGZ)