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Kaarst: Büttgen: Plan für Kita-Umzug

Kaarst : Büttgen: Plan für Kita-Umzug

Für den Neubau der Kindertagesstätte Kölner Straße auf dem Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße hat die Verwaltung ein Konzept erarbeitet. Mit eingeflossen sind Vorschläge und Anregungen des Runden Tisches.

Ab Donnerstag werden die Anwohner der Lichtenvoorder Straße Info-Post im Briefkasten finden, die es sich anzuschauen lohnt. Darin erklärt die Verwaltung, wie der aktuelle Planungssachstand in Bezug auf den möglichen Neubau der Kindertagesstätte Kölner Straße auf dem Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße aussieht.

In die Überlegungen sind Anregungen des Runden Tisches eingeflossen, an dem Vertreter der Verwaltung, Politik, Schule, Kita und Anwohner gemeinsam mit einem Architekten seit Mai über das Planungsverfahren beraten. Was Letzteres betrifft, sagt die Verwaltung, befinde man sich in einem "ergebnisoffenen Diskurs". Drei Gesprächsrunden gab es bislang. Morgen und übermorgen sollen die Pläne als Mitteilungsvorlage den zuständigen Ausschüssen vorgelegt werden.

Das Problem ist nämlich folgendes: Weil die bisherigen Räume der Kita nicht nur zu klein, sondern auch sanierungsbedürftig sind und außerdem der evangelischen Kirche gehören, haben Jugendhilfeausschuss und Rat im Dezember in öffentlicher Sitzung beschlossen, dass ein Architekt mit der Vorplanung für einen Kita-Neubau auf dem Schulgrundstück an der Lichtenvoorder Straße beauftragt wird.

Gegen diese Entscheidung protestierten Eltern und Anwohner, weil sie sich in der Planung übergangen fühlten. Daraufhin lud die Stadt zu zwei Informationsabenden ein, während derer die Einrichtung des besagten Runden Tisches vereinbart wurde. Vor allem Fragen, Anregungen und Bedenken zum pädagogischen Konzept des geplanten frühkindlichen Bildungszentrums, zum Standort der Kita, zu den Bauarbeiten und zur Verkehrssituation wurden dort bislang diskutiert. Und das ist nun der Stand der Dinge:

Grundstück Für eine viergruppige Kita, wie sie in Büttgen benötigt wird, legt das Landesjugendamt räumliche Standards fest. Diesen zufolge muss das neue Kindergartengebäude mit circa 750 Quadratmetern Größe auf einem 2500 Quadratmeter großen Grundstück — auf dem 16 000 Quadratmeter großen Schulgrundstück — geplant werden. Favorisiert wird derzeit der Standort des derzeitigen Kinderspielplatzes.

Die Gruppenräume des Kindergartens und die Außenspielfläche sollen vom Schulhof und den Fenstern der Schule abgewandt liegen. Hintergrund sind Bedenken einiger Grundschuleltern, die Schüler könnten von spielenden Kindergartenkindern abgelenkt werden. Die Gesamtgröße des Schulhofes bleibt nach bisheriger Planung so, wie sie ist. Das gilt auch für alle Sportanlagen auf dem Schulgelände.

Verkehr Klar ist: Ein Umzug der Kita auf das Schulgelände bedeutet zwangsläufig mehr Verkehr auf der Lichtenvoorder Straße. Deshalb hat die Verwaltung ein Verkehrsplanungskonzept erstellt.

Diesem zufolge beschränkt sich die akute Verkehrszunahme auf den Bring- und Abholverkehr zu Schulbeginn und am Nachmittag. Eine neue Wendeschleife und zusätzliche Parkplätze sollen die Lage entschärfen. Um für mehr Sicherheit zu sorgen und Autofahrer zum Langsamfahren zu zwingen, soll die Fahrbahn außerdem an zwei Stellen verengt werden. Auf diese Weise, heißt es, würden gleichzeitig neue Querungshilfen für die Schul- und Kindergartenkinder geschaffen.

Spielraum Geht es nach den Vorstellungen der Verwaltung, wird der Spielplatz auf das Gelände des "Wäldchens" verlegt und dort "unter weitestgehendem Erhalt der Bäume in einen naturnahen Spielraum" verwandelt. Der neue Spielplatz auf dem Schulgelände läge künftig 15 bis 18 Meter vom Schulgebäude entfernt. Bei der Gestaltung sollen die Schüler beteiligt werden. Manfred Meuter, Technischer Beigeordneter, ist mit dem Stand der Planung zufrieden. "Der sachliche Austausch am Runden Tisch", sagt er, "war konstruktiv."

(NGZ/rl)